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12.08.2011

08:58 Uhr

Börsen Asien

Europa und USA belasten Börsen in Fernost

Nach der wilden Berg- und Talfahrt haben die Märkte in Asien zu Beginn an Boden gewonnen. Am Nachmittag drückte der starke Yen allerdings auf die Kurse - die rutschten wieder ins Minus.

Börsen in Asien erholen sich

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SingapurNach einer turbulenten Handelswoche haben die asiatischen Börsen zum Ausklang am Freitag überwiegend Verluste hinnehmen müssen. Obwohl an der Wall Street am Vortag ein Plus von rund vier Prozent verzeichnet wurde, sorgten sinkende US-Futures dafür, dass sich die Käufer in Fernost zurückhielten. Händler führten zur Begründung auch die anhaltende Sorge um eine Ausweitung der Schuldenkrise in Europa an.

Zuletzt hatten Gerüchte über den Zustand europäischer Banken an den Börsen für Unruhe gesorgt: So hatten etwa Spekulationen über angebliche Zahlungsschwierigkeiten der französischen Großbank Societe Generale die Runde gemacht und damit eine neue Verkaufslawine an den europäischen Aktienmärkten losgetreten. Am Donnerstagabend kündigte die europäische Finanzmarktaufsicht ESMA ein ab Freitag geltendes Leerverkaufsverbot von Finanztiteln in Frankreich, Italien, Spanien und Belgien an. Mit diesem Schritt sollen die zuletzt heftigen Marktturbulenzen eingedämmt werden.

Händler in Tokio sagten, insgesamt beruhige sich der Markt. Die Zeichen stünden auf Erholung. Allerdings wollten viele Anleger vor dem Wochenende noch Gewinne einstreichen. „Wir bleiben optimistisch, dass Risiko-Werte wieder auf die Beine kommen, wenn die derzeitige Periode der Turbulenzen nachlässt“, erklärte Win Thin von Brown Brothers Harriman.

An der Tokioter Börse verlor der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 0,2 Prozent auf 8963 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index ging mit einem Minus von 0,35 Prozent bei 768 Zählern aus dem Handel. Die südkoreanische Börse in Seoul verlor 1,33 Prozent. Der Markt in Hongkong legte gegen den Trend 0,76 Prozent zu. Der australische Markt in Sydney und der chinesische Leitindex in Shanghai verbuchten leichte Gewinne.

Zu den größten Verlierern zählten wegen des starken Yens die Werte von Exportunternehmen wie Nissan Motor, Sony und dem Handyhersteller HTC. Die Aktien des Autoherstellers Toyota sanken auf den tiefsten Stand des Jahres.

Der Euro gab im fernöstlichen Handel 0,4 Prozent auf 1,4190 Dollar nach. Der Goldpreis sank leicht auf 1765,19 Dollar je Feinunze und hielt sich damit weiter nahe dem Rekordpreis vom Donnerstag von 1813,79 Dollar.

Von

rtr

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