Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.02.2017

08:18 Uhr

Börsen Asien

Gewinnmitnahmen drücken Tokioter Börse

Nach den Plus-Werten der vergangenen Tage geht es am Donnerstag mit Nikkei und Topix bergab. Laut Experten sei eine Korrektur am Markt aber natürlich. Besonders Exportwerte stehen auf den Verkaufszetteln der Händler.

Vor einem Börsenvideofenster in Tokio. AFP; Files; Francois Guillot

Japan

Vor einem Börsenvideofenster in Tokio.

TokioAnleger in Tokio haben am Donnerstag Kasse gemacht. Nachdem der Nikkei zu Beginn der Woche auf die höchsten Stände seit sechs Wochen geklettert sei, hätten Investoren nun Gewinne eingestrichen, hieß es am Markt. Ein weiterer Grund dafür sei, dass sich der Yen nicht weiter abschwäche. Eine Korrektur am Markt sei vollkommen natürlich, sagte Aktienstratege Nobuhiko Kuramochi von Mizuho Securities. Dank guter Firmenbilanzen seien die mittelfristigen Aussichten aber weiter gut.

Der Leitindex Nikkei schloss 0,5 Prozent im Minus bei 19.347 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel um 0,2 Prozent auf 1551 Zähler. Besonders Exportwerte standen auf den Verkaufszetteln der Händler. So verloren die Anteilsscheine von Sony ein Prozent, die von Toyota 0,5 Prozent.

Die schlechtesten Anlagen 2016

Sparbuch

Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand 30.12.2016

Mexikanischer Peso

Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro.

Britisches Pfund

Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell und legte zweistellig zu. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Aktien China

Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450Euro übrig.

Aktien Ägypten

In Ägypten gab die Zentralbank den Wechselkurs im November frei, das ägyptische Pfund stürzte ab. Der ägyptische Leitindex EGX 30 gewann zwar über 70 Prozent - Euro Anleger hatten aber am Jahresende von 100.000 investierten Euro nur noch 79.570 Euro übrig.

Aktien Ghana

Der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, verlor ebenfalls stark. Von 100.000 Euro bleiben nur 77.840 Euro übrig. Die agrarisch strukturierte Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes, schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein.

Aktien Nigeria

Deutsche Anleger, die 2016 an der kleinen nigerianischen Börse 100.000 Euro investierten, hatten Ende des Jahres nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Das lag vor allem daran, dass die Währung Naira im Sommer einbrach, nachdem die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung an den Dollar aufgab.

An anderen Börsen in Fernost folgten Anleger vielfach den positiven Vorgaben aus den USA. Der Rekordrally an der Wall Street gaben ermutigende Konjunkturdaten und Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zur Steuerpolitik Auftrieb. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag 0,3 Prozent im Plus. Auch die Börse von Hongkong zeigte sich im Plus, der Hang-Seng-Index gewann 0,4 Prozent.

Der Euro legte leicht zu und war für 1,0619 Dollar zu haben. Zur japanischen Währung tendierte der Dollar bei 113,83 Yen. Der Schweizer Franken lag zum Euro bei 1,0653 und zum Dollar bei 1,0031.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×