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25.09.2015

10:14 Uhr

Börsen Asien

Kurse in Fernost uneinheitlich

Asiatische Anleger haben unterschiedlich auf die Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen reagiert. Sie hatte eine Zinserhöhung im Dezember nahegelegt. Die Kurse in Tokio legten zu, in Schanghai gerieten sie unter Druck.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Aktienkurse in Japan

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben zum Wochenausklang keine gemeinsame Richtung gefunden. Während die Börse in Tokio fester schloss, verabschiedete sich der Markt in Shanghai mit Verlusten. Geprägt war der Handel am Freitag von Spekulationen über den Zeitpunkt der erwarteten US-Zinswende. Auslöser waren Äußerungen von US-Notenbank-Chefin Janet Yellen, wonach noch für dieses Jahr mit der ersten Zinserhöhung seit fast zehn Jahren zu rechnen ist. Schwache japanische Inflationsdaten ließen Investoren zugleich auf weitere Konjunkturmaßnahmen der Tokioter Regierung hoffen. Finanz- und Immobilienwerte waren gefragt. Auch Aktien japanischer Autobauer wurden gekauft, obwohl Experten noch über die langfristigen Auswirkungen des VW-Skandals auf die Konkurrenz rätseln.

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Neue Runde im Hü und Hott um den Zeitpunkt der Leitzinserhöhung in den USA: Janet Yellen hat in einer Rede die Hoffnung auf eine baldige Zinswende geschürt. Die Rede konnte sie wegen Unwohlsein fast nicht beenden.

Die Börse in Shanghai ging 1,6 Prozent schwächer aus dem Handel, während der Hang Seng in Hongkong 0,9 Prozent im Plus lag. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans trat auf der Stelle. Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss dagegen 1,8 Prozent höher bei 17.880 Punkten.

Japans Regierung senkt ihre Konjunkturprognose, wie aus dem Monatsbericht des Kabinetts hervorging. Der Pessimismus basiert nicht zuletzt auf der Erwartung, dass es durch die wirtschaftliche Abkühlung in China sowie durch die bevorstehende Zinswende in den USA zu Rückschlägen kommen könnte.

Der Roboter-Hersteller Fanuc, der viele Fabriken in der Volksrepublik mit Maschinen ausrüstet, büßte 1,3 Prozent an Wert ein. Der Elektronikkonzern Sharp wurde mit einem Abschlag von fast sechs Prozent gehandelt, nachdem die Zeitung "Nikkei" über eine Ausweitung des operative Verlusts bei Sharp berichtet hatte.

Die Papiere des VW -Erzrivalen Toyota gewannen 1,3 Prozent, Honda -Aktien legten 0,5 Prozent zu. Die Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen der Wolfsburger setzt VW schwer zu. Ob die japanische Konkurrenz davon langfristig profitiert, ist aber ungewiss. Schließlich könnten höhere Kosten für künftig strengere Abgasauflagen auch bei den Japanern zu Buche schlagen, so Experten.

Von

rtr

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