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05.01.2017

04:24 Uhr

Börsen Asien

Nikkei rutscht ab

Ein stärker werdender Yen hat die Werte an der Tokioter Börse am Donnerstag nach unten gezogen. Anleger halten sich zudem vor den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten zurück.

Vor einem Börsenvideofenster in Tokio. AFP; Files; Francois Guillot

Japan

Vor einem Börsenvideofenster in Tokio.

TokioDie japanischen Börsen haben an ihrem ersten Handelstag im neuen Jahr deutlich zugelegt. Für gute Stimmung sorgten jüngst veröffentlichte Konjunkturdaten. Zudem stützte ein schwächerer Yen die Exportwerte. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging am Mittwoch mit einem Plus von 2,5 Prozent bei 19.594 Punkten aus dem Handel, nachdem die japanischen Märkte in den vergangenen Tagen feiertagsbedingt geschlossen waren. Der MSCI-Index für die Asien-Pazifik-Region ohne Japan tendierte dagegen kaum verändert.

Für Kauflaune in Tokio sorgten vor allem Industriedaten der größten asiatischen Volkswirtschaften. Japans Industrie wuchs einer Umfrage zufolge im Dezember so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Auch in China weiteten die Betriebe des verarbeitenden Gewerbes ihre Geschäfte im vergangenen Monat aus, wie bereits am Dienstag aus dem Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex hervorging.

Die schlechtesten Anlagen 2016

Sparbuch

Seit Jahren lässt sich mit dem Sparbuch nichts mehr verdienen. So war es auch 2016. Wer Anfang des Jahres 100.000 Euro anlegt hat einen Gewinn von gerade mal 50 Euro – entsprechend von 0,05 Prozent gemacht. Immerhin verloren Anleger aber zumindest nominal – also ohne Berücksichtigung der Inflation – auch nichts.

Alle Angaben ohne Transaktionskosten. Stand 30.12.2016

Mexikanischer Peso

Dem mexikanischen Peso – dem zweitgrößten Verlierer der Hauptwährungen zum Euro – machte der Wahlsieg von Donald Trump zum US-Präsidenten zu schaffen. Kein Wunder, die USA sind Mexikos wichtigster Handelspartner, doch Trump will den Handel massiv besteuern und die Grenzen zu Mexiko dichter machen- auch wenn zuletzt vom dem im Wahlkampf propagierten Mauerbau nichts mehr zu hören war. Wer zu Jahresbeginn 100.000 Euro in mexikanischen Peso anlegt, verfügte Ende des Jahres jetzt nur noch über 89.510 Euro.

Britisches Pfund

Das knappe Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union schockte am 24. Juni Europa die ganze westliche Welt. Der britische Aktienmarkt erholte sich – wie auch andere europäische Börsen – von dem Schock zwar recht schnell und legte zweistellig zu. Doch das britische Pfund selbst steht weiter unter massivem Druck. Zum Euro hat es in diesem Jahr gut 13 Prozent verloren und damit so viel wie keine andere Hauptwährung. Aus 100.000 in Pfund investierten Euro wurden so nur noch 86.980 Euro.

Aktien China

Der Entwicklung der chinesischen Wirtschaft verunsichert Anleger weltweit seit anderthalb Jahren. Das spiegelt sich auch der Börse wider. Der Leitindex CSI 300, der die 300 größten Aktien Festlandchinas erfasst, verlor über elf Prozent. Da gleichzeitig der Yuan zum Euro weiter abwertete, bleiben Anlegern die 100.000 Euro in den Index investiert haben, nur 85.450Euro übrig.

Aktien Ägypten

In Ägypten gab die Zentralbank den Wechselkurs im November frei, das ägyptische Pfund stürzte ab. Der ägyptische Leitindex EGX 30 gewann zwar über 70 Prozent - Euro Anleger hatten aber am Jahresende von 100.000 investierten Euro nur noch 79.570 Euro übrig.

Aktien Ghana

Der Aktienindex der ebenfalls sehr kleinen Börse in Ghana, verlor ebenfalls stark. Von 100.000 Euro bleiben nur 77.840 Euro übrig. Die agrarisch strukturierte Wirtschaft des als Musterdemokratie auf dem Kontinent geltenden Landes, schrumpft. Das Land ist stark vom Export von Rohstoffen wie Gold, Öl, Kakao und Edelhölzern abhängig. Dabei steigen zwar im vergangenen Jahr viele Rohstoffpreise, doch der Kakaopreis brach um fast ein Drittel ein.

Aktien Nigeria

Deutsche Anleger, die 2016 an der kleinen nigerianischen Börse 100.000 Euro investierten, hatten Ende des Jahres nur noch 61.390 Euro auf dem Konto. Das lag vor allem daran, dass die Währung Naira im Sommer einbrach, nachdem die Zentralbank die Anbindung der heimischen Währung an den Dollar aufgab.

Gefragt waren in Japan vor allem die Papiere von Sharp. Sie schossen in die Höhe, nachdem Sakai Display, ein Gemeinschaftsunternehmen von Sharp und Hon Hai Precision Industry, mitteilte, eine LCD-Bildschirm-Fabrik in China zu bauen. Den Handel beendeten Sharp mit einem Plus von 8,5 Prozent. Unter Druck gerieten hingegen Toshiba -Aktien. Anlass waren Medienberichte, wonach der Konzern von der Börsenaufsicht verdächtigt wird, Gewinne falsch ausgewiesen zu haben. Die Titel verloren zwei Prozent. In China lagen die Börsenbarometer CSI 300 und Shanghai Composite mit jeweils 0,6 Prozent im Plus.

Von

rtr

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