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13.07.2015

08:50 Uhr

Börsen Asien

Nikkei schließt wieder über 20.000 Punkten

Der Nikkei kehrt zu alten Höhen zurück: Ein schwächerer Yen treibt den japanischen Leitindex über die wichtige Marke von 20.000 Punkten. Auch die chinesischen Börsen erholen sich – vorerst.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. Reuters

Tokio

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Börse in Tokio hat am Montag dank der anhaltenden Erholung an den chinesischen Börsen und eines schwächeren Yen deutlich im Plus geschlossen. Sorgen über ein mögliches Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone rückten in den Hintergrund.

Der Nikkei-Index für 225 führende Werte gewann 310 Punkte oder 1,57 Prozent auf den Schlussstand von 20.090 Zählern. Der Nikkei übersprang somit nach drei Handelstagen wieder die Marke von 20 000 Punkten. Der breit gefasste Topix verzeichnete ein Plus von 30 Punkten oder 1,89 Prozent auf knapp 1.614 Punkte.

Indessen hatte der chinesische Aktienmarkt zuletzt deutliche Verluste hinnehmen müssen, sich in der vergangenen Woche aber nach staatlichen Interventionen wieder erholt. Am Montag wurde zudem bekannt, dass China seine Exporte im Juni überraschend gesteigert hat. Auf Halbjahressicht gab der Außenhandel indessen nach.

Die größten Verwalter privater Vermögen

Der Markt für Vermögensverwalter

Der Markt für Verwalter privater Vermögen hat ein Volumen von 20,6 Billionen Dollar.
Die zehn größten Vermögensverwalter beherrschen davon 47 Prozent. Allein die UBS kommt auf einen Marktanteil von 9,9 Prozent.

In diesem Ranking nicht berücksichtigt: Vermögensverwalter, die sich nicht auf vermögende Privatkunden fokussieren, wie Blackrock.

Quelle: Scorpio Partnership

Die dynamischsten Vermögensverwalter

Das schnellste Wachstum unter den Vermögensverwaltern legte die BMO Financial Group aus Kanada hin. Durch Übernahmen wuchs das verwaltete Vermögen um 80 Prozent auf 326,4 Milliarden Dollar.

Unter den Top 10 Vermögensverwaltern wuchs JPMorgan Chase & Co. am schnellsten. Die Amerikanier steigerten das verwaltete Vermögen um 19 Prozent auf 428 Milliarden Euro.

Platz 10

Goldman Sachs, USA
Verwaltetes Vermögen: 363 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 10 Prozent

Platz 9

HSBC, Großbritannien
Verwaltetes Vermögen: 365 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 4,5 Prozent

Platz 8

BNP Paribas, Frankreich
Verwaltetes Vermögen: 371 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 6,2 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 6,3 Prozent

Platz 7

J.P.Morgan Chase & Co., USA
Verwaltetes Vermögen: 428 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 18,6 Prozent

Platz 6

Citi Bank, USA
Verwaltetes Vermögen: 551 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr: Keine Angaben, da die Bank ihre Berechnungsgrundlagen geändert hat.

Platz 5

Royal Bank of Canada, Kanada
Verwaltetes Vermögen: 704 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 4,6 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 13,8 Prozent

Platz 4

Credit Suisse, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 884 Milliarden Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): - 0,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 10,6 Prozent

Platz 3

Bank of America Merill Lynch
Verwaltetes Vermögen: 1,98 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,3 Prozent

Platz 2

Morgan Stanley, USA
Verwaltetes Vermögen: 2,03 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 6,1 Prozent

Platz 1

UBS, Schweiz
Verwaltetes Vermögen: 2,04 Billionen Dollar
Veränderung zum Vorjahr (in US-Dollar): + 3,5 Prozent
Veränderung zum Vorjahr (in lokaler Währung): + 15 Prozent

Quelle: Scorpio Partnership

Auch wirkten offenbar die Maßnahmen der chinesischen Behörden, den Kursverfall an den Börsen zu stoppen. Der CSI 300 mit den wichtigsten Titeln legte um 5,8 Prozent zu, während der Shanghai Composite 5,2 Prozent gewann. Großaktionären ist es seit dieser Woche verboten, ihre Anteile in den kommenden sechs Monaten zu verkaufen. Allerdings bleibt die Furcht vor weiteren Kursrückgängen. Zudem haben Marktteilnehmer die Sorge, dass sich die Eingriffe der Regierung noch auf Jahre auswirken werden.

Am Devisenmarkt zeigte sich der Euro deutlich stärker. Er kostete 1,1088 Dollar nach 1,1035 Dollar am Donnerstagabend in New York. Der Greenback wurde im Vergleich zur japanischen Währung mit 121,95 Yen bewertet. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0499 und zum Dollar mit 0,9465.

In Tokio waren vor allem Exporttitel gefragt. So legte der Autobauer Toyota 2,4 Prozent zu, sein Rivale Honda gewann 1,1 Prozent. Nintendo-Papiere folgten mit einem Plus von 1,5 Prozent dem Nikkei-Index, obwohl sich das Videospiel-Unternehmen einen neuen Chef suchen muss. Konzernlenker Satoru Iwata war mit 55 Jahren einem Krebsleiden erlegen. Gegen den Markttrend musste Toshiba Kursverluste von 1,3 Prozent hinnehmen. Dem Unternehmen setzt ein Bilanzskandal zu.

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