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09.12.2015

09:30 Uhr

Börsen Asien

Ölpreise beeinträchtigen Nikkei

Lieber kein Risiko eingehen: Angesichts sinkender Ölpreise und schlechten Wirtschaftsdaten aus China halten sich die Anleger auf dem Tokioter Parkett im Mittagshandel zurück.

Vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel in Tokio. dpa

Börse Tokio

Vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDer Ölpreisverfall und maue Konjunkturdaten aus China haben am Mittwoch den Aktienmärkten in Fernost erneut zugesetzt. Chinas Unternehmer macht ein seit Jahren anhaltender Rückgang der Erzeugerpreise zu schaffen. Am Mittwoch vorgelegte Zahlen zeigten auch für den November keine Besserung. Zudem stiegen die chinesischen Verbraucherpreise zwar etwas stärker als erwartet, lagen mit 1,5 Prozent aber immer noch deutlich unter dem Durchschnitt von 2,0 Prozent im vergangenen Jahr. Am Tag zuvor hatte bereits ein überraschend hoher Rückgang der Ausfuhren des Exportweltmeisters Konjunktursorgen geschürt.

In Tokio büßte der Nikkei knapp ein Prozent auf 19.301 Punkte ein und fiel damit auf den niedrigsten Wert seit mehr als einem Monat. Die chinesische Leitbörse in Shanghai konnte sich dagegen nach den deutlichen Vortagsverlusten dem Abwärtstrend widersetzen und ging wenig verändert mit einem Plus von 0,1 Prozent aus dem Handel. Anleger schoben dort die schwachen Konjunkturdaten beiseite und richteten ihren Fokus auf den Immobiliensektor, der wegen Spekulationen auf weitere staatliche Unterstützungsmaßnahmen deutlich zulegte. In Hongkong verbuchte der Index dagegen weiter Verluste. Der MSCI-Index für asiatische Aktien mit Ausnahme Japans notierte 0,4 Prozent niedriger.

Erstmals seit Anfang 2009 kostete US-Leichtöl WTI zeitweise weniger als 37 Dollar je Fass (159 Liter) und Nordseeöl der Sorte Brent weniger als 40 Dollar. Hintergrund ist die Entscheidung der Opec, keine neuen oberen Fördergrenzen festzulegen, um damit die Preise zu stützen. Somit gehen die meisten Börsianer derzeit von einem wachsenden Überangebot von Öl aus - vereinzelt wird über Preise von 20 bis 30 Dollar spekuliert.

Der Euro legte im fernöstlichen Handel zum Dollar zu. Die europäische Einheitswährung lag bei 1,0916 Dollar. Der Dollar wurde mit 122,78 Yen gehandelt.

Von

rtr

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