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28.12.2015

08:49 Uhr

Börsen Asien

Tokioter Börse schließt mit Gewinnen

Die Aktienmärkte in Fernost haben sich am Montag unterschiedlich präsentiert. Während die Stabilisierung bei den Ölpreisen in Japan für Gewinne sorgte, drückten schwache Industriedaten die Stimmung an Chinas Börsen.

Anleger sind skeptisch. dpa

Tokioter Börse

Anleger sind skeptisch.

TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben sich am Montag unterschiedlich präsentiert. Während die Stabilisierung bei den Ölpreisen in Japan für Gewinne sorgte, drückten schwache Industriedaten die Stimmung an den Börsen in China. Die Industrie in der Volksrepublik verdiente im November den sechsten Monat in Folge weniger. Dies schürte Sorgen vor einer anhaltenden Konjunkturabkühlung.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Plus von 0,6 Prozent auf 18.873 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix gewann 0,9 Prozent auf 1529 Zähler. Händler führten die Gewinne auf positive Effekte durch die Erholung der Ölpreise zurück und rechneten mit einem Jahresabschluss des Nikkei in der Größenordnung von 19.000 Punkten. Zwar sank der Preis für die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee wieder etwas, doch hielt er sich deutlich über dem in den vergangenen Woche erreichten Elf-Jahres-Tief.

Die schwärzesten Tage des Dax: 1989-2001

Was zeichnet einen Crash aus?

Eindeutige Kriterien für einen Crash gibt es nicht - außer Panik, hohe Umsätze und hohe Verluste. Beim bislang größten Börsenkrach der Nachkriegszeit am 19. Oktober 1987, als Spekulationen auf Zinserhöhungen den Dow-Jones-Index an der Wall Street um 23 Prozent einbrechen ließ, gab es den Dax noch nicht. Er wurde erst am 1. Juli 1988 erstmals berechnet. Die höchsten Verluste des Dax seither:

16. Oktober 1989

Der Dax fällt um rund 13 Prozent und folgt damit der Wall Street, wo Finanzierungs-Schwierigkeiten bei einem Unternehmensverkauf einen Ausverkauf auslösten.

19. August 1991

Ein später gescheiterten Putsch gegen den damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow drückt den Dax um gut neun Prozent ins Minus.

28. Oktober 1997

Im Sog der Asienkrise sackt der Dax im Handelsverlauf um bis zu 13 Prozent ab und schließt mit 3567 Punkten acht Prozent niedriger.

1. Oktober 1998

Die Angst vor einem Flächenbrand im Bankenwesen nach der Schieflage eines Hedgefonds in den USA und einer Eskalation der Krisen in Asien, Japan, Lateinamerika und Russland drücken den Dax um acht Prozent ins Minus.

11. September 2001

Nach den Terroranschlägen in den USA fällt der Dax um neun Prozent.

Zuvor hatte das Handelsministerium bekanntgegeben, dass die japanische Industrieproduktion im November erstmals seit drei Monaten wieder gesunken ist. Im Vergleich zum Vormonat schwächte sich die Produktion um 1,0 Prozent ab. Auch der Umsatz des Einzelhandels schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent. Ökonomen hatten sich dennoch vorsichtig optimistisch zur weiteren Wirtschaftsentwicklung in der drittgrößten Volkswirtschaft der Erde gezeigt und dies mit verbesserten Erwartungen für das bevorstehende Jahr begründet. Zudem soll die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2020 das Wachstum ankurbeln.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 0,5 Prozent schwächer. Besonders deutlich fielen die Verluste in Shanghai mit 2,6 Prozent aus. Investoren sorgten sich um die möglichen Auswirkungen der bevorstehenden Reform bei Börsengängen nach US-Vorbild. Am Sonntag hatten Abgeordnete einen entsprechenden Gesetzentwurf gebilligt. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen büßte 2,9 Prozent ein.

Der Euro hielt sich in Fernost bei 1,0960 Dollar. Der Dollar wurde im Vergleich zur japanischen Währung mit 120,53 Yen gehandelt.

Von

rtr

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