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22.07.2011

16:04 Uhr

Börsen-Ausblick

Dax-Anleger im Zahlenrausch

Nach der Griechenland-Rettung herrschte Jubelstimmung an den Märkten. Die Unsicherheit der Börsianer wird aber nicht über Nacht verschwinden, noch ist die Schuldenkrise nicht ausgestanden.

Die große Anzeigetafel im Handelssaal der Frankfurter Börse Quelle: dpa

Die große Anzeigetafel im Handelssaal der Frankfurter Börse

FrankfurtDas jüngste Rettungspaket für Griechenland wird Experten zufolge auch noch in der neuen Woche für positive Stimmung am deutschen Aktienmarkt sorgen. „Das bringt zunächst Entspannung in die Märkte“, sagte Matthias Thiel, Anlageexperte bei MM Warburg. Viele Anleger seien erleichtert, dass überhaupt eine konstruktive Einigung erzielt worden sei. Der Schwung dürfte aber nicht ausreichen, um die Börse die ganze Woche zu beflügeln - dafür gebe es zu viele andere Probleme, die bislang von der Griechenland-Krise verdrängten worden seien. „Vor allem der US-Schuldenstreit dürfte wieder in den Fokus geraten“, erläuterte Thiel.

Wie geht es mit dem Dax weiter?

Allianz Global Investors

7500 Punkte bis Ende 2011, 7850 Punkte bis Mitte 2012

Alpha Trading

6800 Punkte bis Ende 2011, 6500 Punkte bis Mitte 2012

Baader Bank

8200 Punkte bis Ende 2011, 8500 Punkte bis Mitte 2012

BNP Paribas

6600 Punkte bis Ende 2011, 7100 Punkte bis Mitte 2012

Close Brothers Seydler

6800 Punkte bis Ende 2011, 7200 Punkte bis Mitte 2012

Commerzbank

8200 Punkte bis Ende 2011, 8600 Punkte bis Mitte 2012

ETX Capital

8000 Punkte bis Ende 2011, 8200 Punkte bis Mitte 2012

Genivest

7590 Punkte bis Ende 2011, 8040 Punkte bis Mitte 2012

Postbank

6750 Punkte bis Ende 2011, 7500 Punkte bis Mitte 2012

Sal. Oppenheim

7450 Punkte bis Ende 2011, 7650 Punkte bis Mitte 2012

Auch die Experten der Hessischen Landesbank (Helaba) glauben nicht, dass die Sorgen über die Schuldenkrise bereits ausgestanden sind und die Unsicherheit der Börsianer schwindet. „Die Brüsseler Beschlüsse gehen weiter als dies zwischenzeitlich zu erwarten gewesen wäre. Dadurch könnte die Entspannung an den Märkten eine gewisse Zeit anhalten“, schreiben die Helaba-Experten in ihrem Wochenausblick. „Die griechische Staatsverschuldung sinkt durch die Maßnahmen aber kaum in ausreichendem Maße, die Grundproblematik der zu hohen Verbindlichkeiten bleibt bestehen. Auch für Portugal und Irland beziehungsweise eventuell Italien ist die Schuldenkrise keineswegs beendet.“

Zudem haben einige unerwartet schlecht ausgefallene Konjunkturindikatoren Zweifel am  deutschen Wirtschafts-Boom geweckt. Der Dax wird nach Einschätzung der Landesbank Berlin deshalb in den kommenden Wochen zwischen 7.000 und 7.600 Punkten pendeln. Bis Freitagmittag hat der deutsche Leitindex auf Wochensicht 1,3 Prozent gewonnen und notierte knapp unter 7.300 Punkten.

Die Saison der Quartalsberichte erlebt in der neuen Woche ihren ersten Höhepunkt.  Herausragen dürfte die Bilanz der Deutschen Bank am Dienstag. Anleger dürften neben der Geschäftsentwicklung vor allem die Aufsichtsratsitzung im Blick haben. Dort könnten die Weichen für die Nachfolge von Vorstandschef Josef Ackermann gestellt werden. Auch die Schweizer UBS berichtet am Dienstag über ihr zweites Quartal. Am Donnerstag folgt die Credit Suisse.

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