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03.05.2013

08:02 Uhr

Börsen in Asien

EZB-Zinssenkung stützt Aktienmärkte in Fernost

Aktien in Asien haben leicht zugelegt. Vor allem die jüngsten Aktionen der Währungshüter stimmten die Akteure optimistisch. Die Aktienmärkte in Tokio sind wegen eines Feiertags geschlossen.

Anzeige der Börsenkurse in Downtown Tokio. ap

Anzeige der Börsenkurse in Downtown Tokio.

TokioDie Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am Freitag die asiatischen Börsen gestützt. Der Handel war allerdings gedämpft, weil die Finanzmärkte in Japan feiertagsbedingt geschlossen blieben. Sie öffnen erst wieder am Dienstag. Der Euro notierte behauptet mit 1,3073 Dollar nach 1,3065 Dollar im späten US-Handel am Donnerstag.

Die EZB reduzierte am Donnerstag den Leitzins für die Euro-Zone wie weitgehend erwartet um 25 Basispunkte auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent. EZB-Chef Mario Draghi schloss eine weitere Zinssenkung nicht aus und betonte: "Wir sind zum Handeln bereit."

EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny ergänzte am Freitag im österreichischen Rundfunk: "Was wir machen können, ist, dass wir die Geldversorgung erleichtern. Wir haben auch erklärt, dass wir für längere Zeit an dieser Politik niedriger Zinsen festhalten wollen." An den Märkten wurde im Tagesverlauf auch eine Zinssenkung der indischen Notenbank erwartet.

Marktanalyst Lee Jae Hun von Mirae Asset Securities sagte dazu: "Der Schritt der EZB ist ein Signal dafür, dass die Regierungen die ökonomischen Probleme angehen. Das weist auf weitere Konjunkturstimuli hin und ist positiv für die Stimmung." Der MSCI-Index für asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans legte 0,25 Prozent zu. Der australische Aktienmarkt gewann 0,1 Prozent.

Dividenden - Fragen und Antworten

Was ist eine Dividende?

Die Dividende ist der Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft, den ein Konzern direkt an die Anleger ausschüttet. Einen Anspruch auf Dividende haben Aktionäre nicht. Unternehmen können das Geld auch nutzen, um Schulden zurückzuzahlen, Investitionen zu tätigen oder Übernahmen zu finanzieren. Manche Unternehmen wie die Deutsche Telekom zahlen Aktionären auch eine Mindest-Dividende.

Was ist die Dividendenrendite?

Die Dividendenrendite gibt den prozentualen Anteil der Dividende am Aktienkurs an.

Wer bekommt eine Dividende und wann?

Dividendenberechtigt ist jeder, der am Tag der Hauptversammlung mindestens eine Aktie des Unternehmens im Depot hat – egal, ob er sie bereits vor Jahren oder erst am Tag zuvor gekauft hat. Der vom Management vorgeschlagene Bonus wird mit den Stimmen der Aktionäre bei der Hauptversammlung beschlossen. Schon direkt am Folgetag oder kurz darauf landet die Dividende auf dem Konto des Anlegers. In Deutschland ist eine jährliche Dividendenzahlung üblich.

Lohnt es sich, eine Aktie nur zur Ausschüttung zu kaufen?

Von der verlockenden Strategie, kurz vor dem Stichtag zu kaufen, um einen Tag danach wieder zu verkaufen, raten Experten Normalanlegern ab. Denn schon vorher ist üblicherweise die vom Unternehmen angekündigte Dividende im Aktienwert „eingepreist“. Das heißt, der Kurs ist in den Wochen vor der Hauptversammlung um diesen Betrag gestiegen – und fällt danach meist wieder.

Was bekommt das Finanzamt?

Seit 2009 gilt die Abgeltungsteuer für Kapitaleinkünfte, die eine pauschale Besteuerung von 25 Prozent vorsieht. Für Aktionäre bedeutet dies, dass ein Viertel ihrer Dividenden an den Fiskus wandert. Die Banken, bei denen Aktionäre ihre Depots verwalten, führen die Steuer automatisch ab. Bei Wertpapierbeständen im Ausland müssen Anleger selbst aktiv werden und die Dividenden in der Steuererklärung angeben.

Der Kurs der Bank Westpac legte nach Mitteilung eines überraschend hohen Gewinns zwischenzeitlich um zwei Prozent zu und erreichte damit einen Börsenwert von umgerechnet 84 Milliarden Euro. Das war mehr als Barclays und Deutsche Bank gemeinsam erreichen. Später rutschten Westpac ins Minus.

Der Euro hat am Freitag in Fernost etwas höher notiert. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,3075 Dollar nach 1,3065 Dollar im späten US-Handel. Nach der Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag war der Euro zunächst gesunken.

Die verlässlichsten Dividendenzahler

Platz 15

Siemens
Dax
Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7
Jährliche Steigerung: 11,8 Prozent

Platz 14

Generali Deutschland

GeneralSt

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7

Jährliche Steigerung: 16,2 Prozent

Platz 13

Gerry Weber

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 7

Jährliche Steigerung: 17,6 Prozent

Platz 12

Henkel

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,1 Prozent

Platz 11

Grenkeleasing

SDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,3 Prozent

Platz 10

Linde

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 10,7 Prozent

Platz 9

BayWa

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 11,7 Prozent

Platz 8

Nürnberger Beteiligungs-AG

GeneralSt

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 12,6 Prozent

Platz 7

Axel Springer

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 17,4 Prozent

Platz 6

Munich Re

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 8

Jährliche Steigerung: 21,1 Prozent

Platz 5

Fielmann

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 9

Jährliche Steigerung: 14,5 Prozent

Platz 4

Fresenius Medical

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 9,2 Prozent

Platz 3

Fresenius SE

Dax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 11,9 Prozent

Platz 2

Fuchs Petrolub

MDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 25,0 Prozent

Platz 1

Stratec Biomedical

TecDax

Dividendenanhebungen in 10 Jahren: 10

Jährliche Steigerung: 40,8 Prozent

Quelle: DSW/dips, April 2013

Die EZB reduzierte den Leitzins für die Euro-Zone wie weitgehend erwartet um 25 Basispunkte auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent. EZB-Chef Mario Draghi schloss eine weitere Zinssenkung nicht aus und betonte: "Wir sind zum Handeln bereit."

Von

rtr

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