Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.09.2015

05:17 Uhr

Börsen in Asien

Fed freut Chinesen, frustriert Japaner

In Tokio zweifeln Anleger an der Stärke der Weltwirtschaft. Nissan- und Sony-Aktien verlieren deutlich. Hintergrund ist die Entscheidung der US-Notenbank gegen eine Zinswende. Dieselbe Nachricht kommt in China gut an.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. AFP

Aktienkurse in Tokio

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

Tokio/PekingDie Börse in Tokio hat nach der Verschiebung der US-Zinswende deutlich nachgegeben. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte am Freitag zur Handelsmitte einen Abschlag von 1,4 Prozent auf 18.175 Punkte. Der breit gefasste Topix büßte bis dahin ebenfalls 1,4 Prozent ein.

Aus Rücksicht auf den schwächelnden Wirtschaftsriesen China und die unsicheren Aussichten für die globale Konjunktur hatte die Federal Reserve am Donnerstag auf die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren verzichtet. Dies drückte auch die Kurse japanischer Exportwerte. So gaben die Aktien des Autobauers Nissan rund zwei Prozent nach. Die Titel des Elektronikriesen Sony verloren 2,5 Prozent.

An den meisten anderen Börsen in Fernost ging es dagegen bergauf. Die chinesische Leitbörse in Shanghai legte leicht zu, ebenso der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,7 Prozent.

Am Donnerstag hatte die US-Notenbank Fed den Leitzins unverändert gelassen und ein geringeres Tempo für Zinserhöhungen im kommenden Jahr angekündigt. Für China und andere Schwellenländer sind das gute Nachrichten. Manche Experten befürchten von dort Kapitalabflüsse, wenn die US-Zinsen steigen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×