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08.08.2011

05:07 Uhr

Börsen in Asien

Kursrutsch setzt sich fort

In Tokio gaben Aktien um mehr als ein Prozent nach. Die Börse in Neuseeland hat nach Beginn des Handels ein Minus verzeichnen müssen. Derweil zeichnet sich ab, dass Aktienfutures in New York die Talfahrt fortsetzen.

Die Anzeigentafel der australischen Börse in Sydney am Freitag, 5. August 2011. Quelle: dapd

Die Anzeigentafel der australischen Börse in Sydney am Freitag, 5. August 2011.

WellingtonNach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA hat sich die Talfahrt an den Aktienmärkten am Montag in Asien fortgesetzt. Die Tokioter Börse eröffnete im Minus. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte im Vormittagshandel 1,3 Prozent auf 9178 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,7 Prozent auf 787 Zähler nach.

Die südkoreanische Börse in Seoul und der australische Markt in Sydney büßten ebenfalls rund ein Prozent ein. Händler verwiesen auf die anhaltenden Sorgen um die Weltwirtschaft wegen der Schuldenkrisen in den USA und in Europa. Zudem hatten auch die Aktienfutures an den US-Börsen im Minus eröffnet.

„Die Herabstufung der USA war zwar erwartet worden, aber der Zeitpunkt war überraschend“, sagte Fondsmanager Robert da Silva von Principal Global Investors. In den nächsten zwei bis drei Tagen sei mit einem volatilen Handel zu rechnen, bis der Markt die Nachricht verarbeitet habe.

An den New Yorker Börsen deutet sich nach der Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit auch zu Wochenbeginn eine Fortsetzung der Talfahrt an. Die Futures der führenden Indizes eröffneten den außerbörslichen Handel am Sonntagabend mit deutlichen Abschlägen.

Die Aktienfutures für den Dow-Jones-Index der Standardwerte für den breiter gefasste S&P-500 und für die Technologiebörse Nasdaq notierten in den ersten Minuten allesamt mehr als zwei Prozent tiefer. Die Angst vor einer weltweiten Rezession und einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise hatte die Anleger in der vergangene Woche weltweit aus Aktien vertrieben und auch die Kurse an der Wall Street in die Tiefe rauschen lassen.

Alle drei Leitindizes gaben im Wochenvergleich nach: Der Dow Jones um 5,8 Prozent, der Nasdaq um 8,1 Prozent und der S&P-500 um 7,2 Prozent. Die Herabstufung der Spitzenbonität der USA durch die Ratingagentur Standard & Poor's am Wochenende dürfte die Verunsicherung an den Märkten verstärken.

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte den USA am Wochenende die Spitzenbonitätsnote entzogen und die Kreditwürdigkeit der weltgrößten Volkswirtschaft um eine Stufe gesenkt. Die Agentur reagierte damit auf den Streit über die Schuldengrenze in den USA, der nur auf den letzten Drücker gelöst werden konnte. Am Markt wurde befürchtet, dass dies die Sorgen um die Weltwirtschaft und wegen der Schuldenkrise in Europa verstärken könnte.

Die Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G-7) hat angekündigt, «alle notwendigen Schritte zu ergreifen», um Finanzstabilität und Wachstum zu unterstützen. .

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