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13.07.2016

08:41 Uhr

Börsen in Asien

Nikkei und Topix schließen in Plus, der Yen fällt

An der Börse in Tokio schlossen die beiden wichtigsten Leitindizes im Plus. Zwar verlor die anfänglich Kursrally im Lauf des Tages an Schwung, doch blieben die Anleger in Kauflaune – auch weil der Kurs des Yen nachgab.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. AFP; Files; Francois Guillot

Aktienkurse in Japan

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioAnhaltende Spekulationen auf Konjunkturmaßnahmen der japanischen Regierung haben die Kurse an der Tokioter Börse am Mittwoch weiter in die Höhe getrieben.

Ministerpräsident Shinzo Abe, der nach dem deutlichen Wahlsieg seiner Koalition am Wochenende neue konjunkturstützende Maßnahmen angekündigt hatte, hatte am Vortag den früheren US-Notenbankchef Ben Bernanke getroffen, der als Verfechter einer expansiven Geldpolitik gilt. Der Besuch hatte Spekulationen genährt, Abes Konjunkturpaket könne von geldpolitischen Lockerungsschritten der Bank von Japan flankiert werden.

Die beiden wichtigsten Aktienindizes, der Nikkei 225 und der breiter gefasste

Topix, stiegen am Mittwoch im frühen Handel jeweils um knapp zwei Prozent weiter an. Im Tagesverlauf verlor der Aufschwung allerdings an Kraft. Der Nikkei schloss bei 16.231 Punkten und einem Plus von 0,84 Prozent. Der Topix konnte sich besser halten und schloss 1,13 Prozent im Plus bei 1.300 Punkten.

Am Devisenmarkt in Fernost haben die Anleger am Mittwoch Kasse gemacht. Der Dollar fiel zum Yen um 0,4 Prozent auf 104,30 Yen. Auslöser waren enttäuschte Spekulationen über einen weiteren großen Geldsegen für die japanische Wirtschaft. Einige Investoren hätten gehofft, Japans Wirtschaft würde mit direkten Geldgeschenken für die Bürger wieder flottgemacht, sagte Ayako Sera, Analyst bei der Sumitomo Mitsui Trust Bank in Tokio. Das habe ein Vertreter der Regierung aber ausdrücklich dementiert. Regierungssprecher Yoshihide Suga hatte erklärt, das sogenannte „Helikopter-Geld“ werde nicht erwogen. Das hatte den Dollar kurz darauf unter 104 Yen gedrückt.

In den vergangenen Tagen hatte die US-Devise angesichts der Erholung der Börsen weltweit kräftig zugelegt. Der überraschend gute US-Arbeitsmarktbericht für Juni und die schnelle Entscheidung in London über die Nachfolge von Premierminister David Cameron hatten die Risikobereitschaft rund um den Globus erhöht und die Rolle des Yen als sicherer Hafen geschwächt.

Von

rtr

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