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15.06.2017

08:41 Uhr

Börsen in Asien

Trump-Ermittlungen belasten Asien-Märkte

Schwache US-Wirtschaftsdaten und einen Medienbericht zu angeblichen Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump haben die Aktienmärkte in Asien am Donnerstag belastet.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. AFP

Aktienkurse in Japan

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Aktienmärkte in Asien haben am Donnerstag überwiegend schwächer tendiert. Händler machten dafür schwache US-Wirtschaftsdaten, einen relativ scharfen Kurs der US-Notenbank und einen Medienbericht zu angeblichen Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump in der Russland-Affäre verantwortlich.

In Tokio verlor der Nikkei 0,26 Prozent auf 19.831 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 0,23 Prozent auf 1588 Zähler nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag 0,64 Prozent tiefer. Der Index der wichtigsten Firmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 und der Kospi in Südkorea 0,5 Prozent.

Die US-Notenbank hatte am Mittwochabend neben der erwarteten Zinsanhebung erstmals auch einen Fahrplan zum Abbau ihrer in der Finanzkrise aufgeblähten Anleihen-Bestände vorgelegt. Viele Experten erwarten nun den Beginn des Rückbaus ab September, bislang waren sie von Dezember ausgegangen.

Die Ankündigung und das Fed-Vertrauen in ein weiter anhaltendes US-Wirtschaftswachstum wurden am Mittwoch aber überschattet von mauen Konjunkturdaten. So schwächte sich die Inflation im Mai ab und die Einzelhandelsumsätze gingen zurück. „Es ist schwer vorstellbar, dass sich die US-Wirtschaft vom ersten Quartal erholen und die Inflation irgendwann bald anziehen wird“, sagte der Anlage-Stratege Takuya Takahashi von Daiwa Securities.

In der Russland-Affäre gerät Trump unterdessen laut einem Bericht der „Washington Post“ weiter unter Druck. Der US-Sonderermittler in der Affäre, Robert Mueller, habe Ermittlungen gegen den Präsidenten aufgenommen, berichtete das Blatt. Dabei gehe es um den Vorwurf der Behinderung der Justiz.

Der Euro wurde am Donnerstag kaum verändert mit 1,1216 Dollar bewertet. Zum Yen notierte die US-Währung bei 109,61 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9708 Franken je Dollar und 1,0887 Franken je Euro gehandelt.

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