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12.01.2017

08:32 Uhr

Börsen in Asien

Yen-Anstieg drückt Nikkei ins Minus

Die Pressekonferenz des zukünftigen US-Präsidenten verunsichert die Anleger in Fernost: Der Kurs des Republikaners bleibt unklar. Der Nikkei gibt nach. Nur Supermarktbetreiber Aeon legt entgegen dem Trend zu.

Vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel. dpa

Börse Tokio

Vor einer elektronischen Börsenanzeigetafel.

TokioDer Aktienhandel in Fernost hat am Donnerstag ganz im Zeichen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump gestanden. Bei Trumps erster Pressekonferenz nach seiner Wahl vermissten bisher optimistische Anleger konkrete Hinweise auf die von ihnen erwarteten Konjunkturprogramme. Der Dollar ging auf Talfahrt, der Anstieg des Yen lastete auf der Tokioter Börse. Da Trump aber auch keine Pläne für Strafzölle auf chinesische Exporte andeutete, schwand Händlern zufolge die Furcht vor einem Handelskrieg. Dies stützte die Märkte außerhalb Japans.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werte schloss 1,2 Prozent schwächer bei 19.134 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte dagegen 0,6 Prozent zu. In Hongkong führten Gewinnmitnahmen zu einem Minus von 0,6 Prozent.

Trumps Äußerungen hätten die Investoren mit einer ganzen Liste offener Fragen zurückgelassen, schrieben Analysten des Finanzhauses Westpac. Von seinem wirtschaftsfreundlichen Ton, den er unmittelbar nach seiner Wahl angeschlagen habe, sei nur noch ein Nachhall zu hören gewesen. Es sei möglich, dass die Märkte zu große Hoffnungen in Trump gesetzt und den Mangel an konkreten politischen Plänen ignoriert hätten.

In Japan gerieten vor allem Pharmawerte unter Druck, da Trump eine Kampagne gegen hohe Arzneimittelkosten angekündigt hatte. Astellas Pharma verloren 4,2 Prozent, Eisai büßten 3,3 Prozent ein.

Gegen den allgemeinen Markttrend legten die Aktien von Aeon rund ein Prozent zu. Der Supermarktbetreiber hatte für das dritte Quartal einen kräftigen Gewinnzuwachs ausgewiesen.

Der Euro legte im fernöstlichen Handel zum Dollar zu. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,0621 Dollar. Zum Yen gab die US-Währung auf 114,30 Yen nach. Die Schweizer Währung notierte bei rund 1,0108 Franken je Dollar und bei etwa 1,0737 Franken je Euro.

Von

rtr

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