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24.03.2017

10:59 Uhr

Börsen in Asien

Yen-Schwäche treibt den Nikkei an

Zum Handelsbeginn am Freitag schauen die Anleger in Japan auf das US-Repräsentantenhaus. Dort war eine wichtige Abstimmung verschoben worden. Export-Unternehmen profitieren vom Absacken des Yen.

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio. AFP; Files; Francois Guillot

Aktienkurse in Japan

Vor einer Börsenanzeigetafel in Tokio.

TokioDie Hängepartie um Änderungen an der US-Gesundheitsreform hat am Freitag die Aktienmärkte in Asien in Atem gehalten. Das Repräsentantenhaus verschob die Abstimmung über eine Rücknahme von Obamacare, weil es den Abgeordneten von Präsident Donald Trumps Republikanern nicht gelang, genügend Stimmen für die Änderungen zusammenzubekommen. Für Börsianer ist das Vorhaben ein Test dafür, ob Trump künftig seine wirtschaftspolitischen Pläne durchsetzen kann. „Wir haben alle die gleiche Grundannahme: Trifft er hier auf Widerstände, wird er auch bei anderen Projekten auf Widerstände treffen“, sagte Alex Wong, Direktor bei der Ample Finance Group. Damit könnten Vorhaben wie die Steuerreform oder ein Infrastrukturprogramm in Gefahr geraten.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte wenig verändert. In China legten die Kurse zu. In Tokio legte der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 0,9 Prozent zu auf 19.262 Punkte. Hintergrund waren Kursverluste des Yen, die bessere Exportchancen für japanische Firmen bedeuten. Auf Wochensicht bleibt dennoch ein Minus beim Nikkei von 1,3 Prozent. Im Fokus stand die Toshiba-Aktie, die 7,6 Prozent nach oben schoss. Zuvor war bekanntgeworden, dass der Investmentfonds Effissimo Capital Management aus Singapur mit gut acht Prozent mittlerweile größter Aktionär des angeschlagenen Industriekonzerns ist.

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Am fernöstlichen Devisenmarkt präsentierte sich der Dollar mit Kursgewinnen. Der Euro sank geringfügig auf 1,0764 Dollar. Zur japanischen Währung stieg der Dollar auf 111,44 Yen. Fachleute halten es aber für möglich, dass die US-Währung künftig wieder an Schwung verlieren könnte. „Der Dollar dürfte unter Druck geraten, weil die Investoren weltweit realisieren, dass es in den USA auch dann zu einem politischen Stillstand kommen kann, wenn eine Partei die Mehrheit in beiden Parlamentskammern und den Präsidenten stellt“, sagte Sean Callow, Währungsanalyst bei Westpac.

Von

rtr

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