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17.12.2015

23:13 Uhr

Börsen New York

Die Wall Street ächzt unter dem Ölpreis

Nach drei starken Tagen hat die Wall Street am Donnerstag Minus gemacht. Zum Handelsschluss schossen die Kurse kräftig bergab – ebenso wie die Ölpreise. Doch nicht alle Titel zeichneten Verluste.

Die US-Börsen im Bann der Zinsentscheidung. AFP

Nasdaq

Die US-Börsen im Bann der Zinsentscheidung.

New YorkDie US-Börsen haben am Tag nach dem US-Zinsbeschluss Federn gelassen. Grund sei der erneute Rückgang der Ölpreise, sagten Händler. Unter Druck gerieten deshalb am Donnerstag vor allem Energiewerte.

Dass der Leitzins nun erstmals seit der Finanzkrise nicht mehr nahe Null liegt, gab dem US-Dollar deutlich Auftrieb und schickte die in Dollar gehandelten Rohstoffe wieder auf Talfahrt. Nach drei starken Tagen entschieden sich die Anleger zunächst für Gewinnmitnahmen, zumal am Freitag der große Verfall an den Terminbörsen bevorsteht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,4 Prozent tiefer auf 17.495 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 1,5 Prozent auf 2041 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 1,4 Prozent auf 5002 Stellen. Die Aussicht auf eine eher langsame Drosselung der Dollarflut durch die US-Notenbank beflügelte die europäischen Märkte. Der Dax stieg um 2,6 Prozent auf 10.738,12 Punkte, der EuroStoxx50 legte 1,8 Prozent auf 3306,47 Zähler zu.

"Die Entscheidung der Fed ist eindeutig ein Zeichen der Zuversicht in die US-Wirtschaft", sagte Nick Peters, Fondsmanager bei Fidelity International. Die US-Geldpolitik bleibt nach Einschätzung von Analysten zudem sehr expansiv und dürfte daher die Aktienmärkte weiter stützen. Die Fed hatte am Mittwochabend den US-Leitzins wie erwartet von nahe null auf eine Obergrenze von 0,5 Prozent erhöht und eine weitere sanfte Straffung der Geldpolitik angekündigt.

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Bei den Einzelwerten zählten die Energiewerte zu den Verlierern. Der S&P-Energie-Index gab 2,5 Prozent nach. Die Aktien der Ölkonzerne Exxon und Chevron verbilligten sich um 1,5 Prozent beziehungsweise 3,1 Prozent.

Die Ölpreise sind ohnehin seit Sommer 2014 auf Talfahrt, da es durch den Schieferölboom in den USA ein Überangebot auf dem Weltmarkt gibt. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 1,3 Prozent auf 36,90 Dollar je Barrel (159 Liter) und blieb damit in der Nähe seines Tiefs von 36,20 Dollar, das er während der Finanzkrise 2008 erreicht hatte.

Im S&P 500 rutschten die Papiere der Bergbaukonzerne Freeport-McMorran und Newmont Mining um 8,52 beziehungsweise 7,70 Prozent. Die Anteile des Erdgaskonzerns Williams kosteten 8,18 Prozent weniger als tags zuvor.

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