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07.04.2016

22:26 Uhr

Börsen New York

Konjunktursorgen vermiesen Anlegern die Laune

Das Rätselraten über den weiteren Kurs der US-Notenbank Fed hört nicht auf. Anleger sorgen sich zunehmend um die Weltkonjunktur. Das drückt wichtige US-Indizes. Telekomwerte gehörten zu den Verlierern des Tages.

Anleger fürchten einen Abschwung der US-Wirtschaft. dpa

Wall Street

Anleger fürchten einen Abschwung der US-Wirtschaft.

New YorkAufflammende Sorgen um die Weltkonjunktur haben die Wall Street am Donnerstag nach unten gezogen. Für Verunsicherung sorgten die Protokolle der jüngsten Sitzung der US-Notenbank (Fed). Darin machte diese deutlich, dass sie ihre Möglichkeiten, einen globalen Abschwung zu bekämpfen, als begrenzt einschätzt. Börsianer rätseln daher auch, wann und wie stark die Zinsen angehoben werden. Dazu gab es zuletzt unterschiedliche Äußerungen von Fed-Vertretern. Dies drücke weiter auf die Stimmung am Markt, sagte Aktienstratege Terry Sandven von U.S. Bank Wealth Management. Erhellende Signale erhofften sich Investoren von einem Auftritt von Fed-Chefin Janet Yellen in der Nacht zum Freitag.

Der Dow-Jones-Index schloss ein Prozent tiefer auf 17.542 Punkten. Der breiter gefasste S&P gab um 1,2 Prozent auf 2042 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,5 Prozent auf 4848 Zähler. In Frankfurt ging der Dax ein Prozent schwächer bei knapp 9531 Punkten aus dem Handel.

Zu den Verlierern an der Wall Street zählten insbesondere Telekomwerte, die im Schnitt 1,4 Prozent nachgaben. Verizon sackten sogar 2,8 Prozent ab, nachdem Analysten die Aktie heruntergestuft hatten. Einem Medienbericht zufolge will der Telekomkonzern in der kommenden Woche eine Offerte für das Kerngeschäft von Yahoo abgeben. Auch der Suchmaschinenbetreiber Google soll demnach Interesse an dem Internetgeschäft des Konkurrenten haben. Die Google-Aktie ließ ein Prozent Federn. Yahoo büßten 1,3 Prozent ein. Laut dem Technologie-Blog Recode rechnet der angeschlagene Internet-Pionier für das laufende Jahr mit hohen Umsatz- und Gewinneinbußen.

Der Einzelhändler Bed Bath & Beyond dagegen überraschte mit starken Quartalszahlen. Sein Aktienkurs legte gegen den Trend 0,3 Prozent zu. Ebenfalls gefragt waren Valeant, die 3,9 Prozent in die Höhe schossen. Der Pharmakonzern sicherte sich ein Entgegenkommen seiner Gläubiger.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 940 Millionen Aktien den Besitzer. 677 Werte legten zu, 2349 gaben nach und 110 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,87 Milliarden Aktien 750 im Plus, 2064 im Minus und 145 unverändert.

Die US-Kreditmärkte profitierten vom Rückgang der Ölpreise und von Ängsten vor einer weltweiten Konjunkturabschwächung. Die zehnjährigen Staatsanleihen gewannen 17/32 auf 99-12/32. Die Rendite sank auf 1,6923 Prozent. Der 30-jährige Bond erhöhte sich um 1-10/32 auf 99-19/32 und rentierte mit 2,5194 Prozent.

Von

rtr

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