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05.10.2016

23:13 Uhr

Börsen New York

Ölpreis holt die Wall Street aus dem Loch

Nach zwei mauen Tagen hat die Wall Street am Mittwoch im Plus geschlossen. Anleger schauten auf den Ölpreis – und schöpften neue Hoffnung auf eine Zinserhöhung. Auch ein Übernahmegerücht bewegte die Kurse.

Ein Händler auf dem Börsenparkett. AP

Börse in New York

Ein Händler auf dem Börsenparkett.

New YorkNach zwei Verlust-Tagen in Folge haben die US-Börsen am Mittwoch wieder zugelegt. Hauptgrund dafür waren nach Angaben von Händlern unerwartet starke Wirtschaftsdaten und der steigende Ölpreis.

Die Stimmung im Dienstleistungssektor der USA hatte sich im September überraschend deutlich aufgehellt. Enttäuschende Arbeitsmarktdaten des privaten Jobdienstleisters ADP gerieten schnell in den Hintergrund.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 18.281 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,4 Prozent auf 2159 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 5316 Punkte. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex indes mit einem Abschlag von 0,3 Prozent bei 10.585 Punkten.

Überraschend gute US-Wirtschaftsdaten

Die Geschäfte der US-Dienstleister verbesserten sich im September überraschend deutlich. Der Index für die Service-Branche stieg auf 57,1 Punkte, nach 51,4 Zählern im August.

Das ist das höchste Niveau seit Oktober 2015. Experten hatten lediglich mit 53,0 Zählern gerechnet. Die guten Daten stützen Händlern zufolge die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed noch in diesem Jahr die Zinsen anheben wird.

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Das trieb auch Finanz-Aktien an, weil die Branche bei höheren Zinsen potenziell mehr Geld verdient. So legten Wells Fargo, Bank of America, Goldman Sachs und JPMorgan zwischen 1,6 und 2,8 Prozent zu.

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Öl der Sorte Brent verteuerte sich am Mittwoch um zwei Prozent auf knapp 52 Dollar pro Fass (159 Liter). Die US-Lagerbestände an Rohöl waren zuvor die fünfte Woche in Folge gefallen.

Der Preisanstieg trieb die Kurse von Ölkonzernen wie Exxon und Chevron um jeweils knapp ein Prozent hoch. Im S&P 500 verteuerten sich die Titel des Ölfelddienstleisters Halliburton um 2,53 Prozent. Für ConocoPhillips ging es um 2,43 Prozent aufwärts.

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