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27.01.2016

22:30 Uhr

Börsen New York

US-Anleger zeigen der Fed ihre Enttäuschung

Am Mittwoch belasten der erneut gesunkene Ölpreis und die schwächelnde Apple-Aktie die Börse in New York. Am Ende bestimmte die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed den Kursverlauf – und die Indizes landeten im Minus.

Der New Yorker Börsenhandel dürfte am Mittwoch im Zeichen der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed stehen. ap

Händler an der Wall Street

Der New Yorker Börsenhandel dürfte am Mittwoch im Zeichen der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed stehen.

New YorkDie US-Börsen haben am Tag des Fed-Zinsentscheids nach einer Berg- und Talfahrt am Mittwoch mit Kursabschlägen geschlossen. Auf Unternehmensseite vergraulten Apple und Boeing Anleger mit Geschäftszahlen und schwächeren Prognosen.

Vor allem im späten Geschäft beschleunigten sich die Verkäufe nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed. Die Anleger hatten einen noch vorsichtigeren Tenor in der Erklärung der Zentralbank erwartet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,4 Prozent tiefer auf 15.944 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 1,1 Prozent auf 1882 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,2 Prozent auf 4468 Stellen. In Frankfurt hatte der Dax mit 9880,82 Punkten 0,6 Prozent höher geschlossen, der EuroStoxx50 stieg um 0,4 Prozent auf 3043,47 Zähler.

Die Turbulenzen um China und der freie Fall des Ölpreises zwingen die Fed nach der Zinswende zur Vorsicht. Sie entschied, den Schlüsselsatz zur Versorgung des Finanzsystems mit Geld bei 0,25 bis 0,5 Prozent zu belassen. Sie pausierte nach der Erhöhung vom Dezember, die eine erste geldpolitische Straffung nach sieben Jahren Nullzins brachte.

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Die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen signalisierten nun, dass sie nichts überstürzen wollen. Die Fed habe die zu Jahresbeginn von heftigen Turbulenzen geschüttelten Finanzmärkte sowie die abflauende Weltkonjunktur genau im Blick.

Positiv hatten sich dagegen im frühen Handel noch Meldungen russischer Nachrichtenagenturen ausgewirkt, wonach die Regierung in Moskau mit der Opec im Februar über mögliche Förderkürzungen beraten will. Nach anfänglichen Verlusten von drei und vier Prozent hatten die Kontrakte auf Brent aus der Nordsee und US-Leichtöl schon kurz zuvor wieder angezogen.

Dem US-Energieministerium zufolge waren in der vergangenen Woche die Bestände um 8,4 Millionen auf 492,92 Millionen Barrel gestiegen - das war der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 1982. Da dies aber etwas weniger als vom Branchenverband API am Vorabend veranschlagt war, holten die Kontrakte daraufhin auf. Nach den Meldungen aus Moskau kostete ein Fass Nordseeöl mit 33,17 Dollar 4,3 Prozent mehr als am Vortag, US-Öl verteuerte sich um 3,6 Prozent auf 32,58 Dollar.

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