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04.10.2016

23:18 Uhr

Börsen New York

Wall Street kriegt die Kurve nicht

Mit den Aktien der Deutschen Bank haben auch weitere Finanzwerte an den US-Börsen am Dienstag Aufwind bekommen. Trotzdem schlossen die Indizes im Minus. Dahinter steckten unter anderem Nachrichten aus Europa.

Die Kursgewinne bei den Finanzwerten konnten das leichte Sinken der New Yorker Börsen nicht verhindern. AP

Wall Street

Die Kursgewinne bei den Finanzwerten konnten das leichte Sinken der New Yorker Börsen nicht verhindern.

New YorkTrotz Kursgewinnen bei den Finanzwerten haben die New Yorker Börsen am Dienstag Federn gelassen. Im Fokus standen erneut die amerikanischen Anteilsscheine der Deutschen Bank.

Das Geldhaus könnte einem Bericht des "Platow"-Briefes zufolge den US-Hypothekenstreit mit einer Strafe von maximal fünf Milliarden Dollar beilegen. Die Deutsche Bank sei zuversichtlich, spätestens zum Monatsende eine Einigung erzielen zu können, berichtete der Börsendienst. Das US-Justizministerium hatte 14 Milliarden Dollar als Verhandlungsbasis genannt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent tiefer auf 18.168 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verringerte sich ebenfalls um 0,5 Prozent auf 2150 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,2 Prozent auf 5289 Punkte. In Frankfurt kletterten Dax und EuroStoxx50 jeweils um ein Prozent auf 10.619,61 und 3029,50 Punkte.

EZB-Meldung sorgt für Verunsicherung

Eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) vor einem Ende ihres milliardenschweren Wertpapierkaufprogramms ihre Käufe schrittweise verringern könnte, hatte am Markt für Schlagzeilen gesorgt. Anleger könnten dies als Zeichen werten, dass nach der US-Notenbank Fed nun möglicherweise auch die EZB allmählich eine etwas weniger expansive Geldpolitik betreibt.

Das Volumen könnte laut einem Szenario um je 10 Milliarden Euro pro Monat vermindert werden, schrieb Bloomberg unter Berufung auf nicht genannte EZB-Vertreter. Die EZB wies den Bericht kurz vor US-Börsenschluss jedoch zurück. Der EZB-Rat habe das Thema nicht besprochen, erklärte EZB-Pressesprecher Michael Steen am Dienstag auf Twitter.

Deutsche Bank im Aufwind

Bei den Einzelwerten legten die US-Anteilsscheine der Deutschen Bank um 2,7 Prozent zu. Nach Ansicht von Analyst Heino Ruland von Ruland Research halfen der Deutschen Bank auch Aussagen des Chefs der US-Großbank JP Morgan, Jamie Dimon, auf die Sprünge.

Dieser sagte dem TV-Sender CNBC, er sehe keinen Grund, weshalb die Deutsche Bank ihre Probleme nicht überstehen könne. Dimon habe eine Beruhigungspille geliefert, sagte Ruland. Er habe versucht, Ansteckungseffekten auf die gesamte Bankenbranche entgegenzutreten.

Im Schlepptau der Deutschen Bank verteuerten sich auch die Aktien der Citigroup um 1,5 Prozent und die der Bank of America um 1,1 Prozent. JPMorgan-Scheine rückten um 0,9 Prozent vor.

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