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02.07.2011

13:00 Uhr

Börsen-Vorschau

Wall Street droht Rückschlag

Nach der besten Handelswoche seit zwei Jahren droht den US-Börsen in der neuen Woche ein Rückschlag. Denn in der kommenden Woche könnten Gewinnmitnahmen Arbeitsmarktzahlen von Juni die Kurse drücken.

Händler an der New Yorker Wall Street. In der kommenden Woche werden wegen des Feiertags niedrige Handelsvolumen erwartet. Quelle: dapd

Händler an der New Yorker Wall Street. In der kommenden Woche werden wegen des Feiertags niedrige Handelsvolumen erwartet.

New York„Wir hatten wirklich gute Gewinne zum Ende des Quartals, deswegen würde es mich nicht verwundern, wenn es nun zu Gewinnmitnahmen kommt“, sagte Chefökonom Peter Cardillo von Avalon Partners. Im Mittelpunkt werden die Arbeitsmarktzahlen von Juni stehen, die am Freitag veröffentlicht werden. Am Donnerstag geben Daten vom privaten Arbeitsvermittler ADP bereits Aufschluss über die Richtung, die der gebeutelte Arbeitsmarkt in den USA zu Beginn des Sommers eingeschlagen hat. Zusätzlich werden Auftragszahlen und Industriedaten in der Woche veröffentlicht.

Wegen des Unabhängigkeitstags in den USA wird am Montag nicht gehandelt. Da viele Amerikaner zudem den Feiertag nutzen, um in den Urlaub zu gehen, wird das Handelsvolumen an den Börsen wohl gering sein. Das könnte Ausschläge an den Aktienmärkten noch verschärfen. Schon in der abgelaufenen Woche waren die Umsätze niedrig. Die Aussicht auf eine baldige Lösung in der Griechenland-Krise hatte den Dow-Jones-Index auf Wochensicht um 5,4 Prozent angehoben, den S&P-Index um 5,6 Prozent, die Nasdaq um 6,2 Prozent. Es waren die höchsten Aufschläge seit Juli 2009.

Da die Schuldenkrise in Europa zunächst im Griff zu sein scheint, fokussieren sich die Anleger wieder auf die Haushaltsprobleme in den USA. Derzeit kann die Regierung zwar trotz Erreichens der gesetzlich erlaubten Schuldengrenze von 14,3 Billionen Dollar mit Hilfe von Sondermaßnahmen Rechnungen noch bezahlen. Doch am 2. August ist auch damit Schluss. „Die große Sache am Horizont sind nur wieder die Schuldenprobleme der USA“, fasste Analyst Rick Meckler von LibertyView Capital Management das Geschehen zusammen.

Ende der kommenden Woche rückt dann auch die beginnende Berichtssaison auf die Tagesordnung. Traditionsgemäß gibt der Aluminiumkonzern Alcoa als erstes großes US-Unternehmen Einblick ins abgelaufene Quartal. Er wird am 11. Juli seine Geschäftszahlen veröffentlichen. Die weltweite Verlangsamung des Wirtschaftswachstums könnte nach Einschätzung von Experten Schatten auf die Bilanzsaison werfen.

Von

rtr

Kommentare (5)

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no.7

02.07.2011, 14:50 Uhr

Die wall street will Dinge so umfunktionieren, daß sich die kurse weiter hochjubeln lassen. so wie man die griechen-hilfe diese woche hochjubelte. Es wird aber der punkt kommen, an dem nicht mehr die staaten einfach wieder geld leihen und die wirtschaft durchsponsern können. dann wirds auch mit dem börsenoptimismus essig werden.

Account gelöscht!

02.07.2011, 15:28 Uhr

huch, so viel pessimismus? dann werden wir ja wohl oder übel (leider) gleich nochmal 500 pkt. als nachschlag obendrauf packen. da nur 4 handelstage vllt. ja auch nur 400 pkt...

Frosch

02.07.2011, 17:25 Uhr

Seit wann befinden sich die Aktienkurse in einem freien Marktmeachanismus??. Hier wird doch getrickst und manipuliert das sich die Balken biegen. Prognosen werden schnell mal eben nach unten revidiert um dann mit dem Ergebnis zu überraschen. Einfach nur Kindergarten pur.

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