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04.02.2014

12:30 Uhr

Börsen weltweit auf Talfahrt

Vorsicht, Ansteckungsgefahr!

Erst die Schwellenländer, jetzt die großen Volkswirtschaften: Anleger sorgen sich um den Aufschwung in den USA und China. Die Börsen in New York, Tokio und Frankfurt geben kräftig nach. Ist dies das Ende der Rally?

Ende der Rally?

Warum es an den Märkten abwärts geht

Ende der Rally?: Warum es an den Märkten abwärts geht

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DüsseldorfDie Verunsicherung frisst sich wie ein Virus durch die Finanzmärkte, von den Rändern bis zum Kern: Zuerst war es die Sorge um Schwellenländer wie die Türkei, Südafrika oder Indonesien. Die sogenannten Emerging Markets stürzten ab, nachdem Investoren innerhalb kurzer Zeit massiv Kapital abgezogen hatten. Jetzt greift die Nervosität auf die großen Volkswirtschaften über. Die Kurse an den Börsen in New York, Tokio und Frankfurt gehen auf Talfahrt.

Am Montagabend fiel der S&P500 an der Börse in New York um mehr als zwei Prozent auf 1.741 Punkte. Noch heftiger erwischte es den Nikkei in Tokio, der um mehr als vier Prozent auf 14.008 Punkte abstürzte. In Frankfurt startete der Dax mit einem Minus von einem Prozent bei 9.087 Zählern. Ist dies das Ende einer langen Rally? Der Beginn einer großen Korrektur?

Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis der Dax die 10.000-Punkte-Marke knackt. Da waren sich die Experten am Beginn des Jahres einig. Angeführt von den wiedererstarkten USA sollte die Weltwirtschaft insgesamt wieder an Fahrt aufnehmen. Europa schien die Krise endlich hinter sich zu lassen. China sah stabil aus. Doch nur wenige Wochen später sieht das Bild ganz anders aus – und die Anleger könnten den Aufschwung überschätzt haben.

„Die Konjunkturdaten sind durch die Bank weg sehr schwach“, sagte Paul Zemsky von ING Investment Management in New York. „Es ist wirklich schwer, irgendwo gute Nachrichten zu finden.“

Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt meldeten am Montag deutlich schwächere Konjunkturdaten als erwartet, zuerst China, dann die USA. Der Dienstleistungssektor in China wuchs im Januar so langsam wie seit mindestens einem Jahr nicht mehr. In der Industrie zeigte sich ein ähnliches Bild. Später enttäuschten dann auch die Daten zur Industrieproduktion in den USA. Für viele Anleger war das endgültig der Anlass, um nach dem guten Börsenjahr 2013 ein paar Gewinne mitzunehmen.

In den vergangenen Tagen hatte bereits die Kapitalflucht aus einigen Schwellenländern für Unruhe gesorgt. Besonders heftig erwischte es Länder wie die Türkei, die auf Kapital aus dem Ausland angewiesen sind. Sie könnten in eine Spirale aus Währungsverfall und Rezession geraten. Zunächst hielten die meisten Experten die Probleme für lokal begrenzt, sie setzten weiter auf die Story vom stärkeren Wachstum in den Industrieländern. Doch das eine lässt sich nicht von dem anderen trennen.

Kommentare (22)

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Geld

04.02.2014, 12:54 Uhr

stinkt nicht! Ob aus Steuerhinterziehung,Korruption,Börsenmanipulation, aus der Nazivergangenheit, Prostitution, Drogen- und Waffenhandel, Ablaßhandel, Kinderpornographie, Durch Vergiftung der Menschen durch Lebensmittel und danach solange und am Leben halten in den Krankenhäusern.
Durch Krieg und Vertreibung, Mord, Enteignung, Umweltzestörung, etc..

Die Welt wird einen Reset brauchen, vielleicht ist der Kosmos mal gnädig und wird dass gleiche tun wie bei den Dinos.

staid53

04.02.2014, 12:56 Uhr

Die Aussage mit dem billigen Geld ist so normal geworden, da bekomme ich schon jetzt schon immer "einen Hals". Wir bekommen keine Zinsen und wer legt dieses billige Geld denn an?Die Banken, denn ich hab davon noch nichts gesehen.Wir werden definitiv beschissen und es kommen Gedanken zum Aufruf, unser Geld aus den Banken abzuziehen, bis unsere Zinsen wieder stimmen-Herr Draghi und wie sie alle heißen!!!
staid53

Account gelöscht!

04.02.2014, 13:17 Uhr

Fakt ist, daß sich die Welt nach wie vor in Mitten der Finanzkrise befindet.
Wer sich wirklich mal die Mühe macht, die US-Zahlen sauber zu analysieren, der sieht dort eine Inflation von 7%, drastisch gestiegene Anleihezinsen von jetzt schon 3% und eine kaum fassbare Zahl von mehr als 50 bis 80 (je nach Quelle) Millionen Arbeitslosen und Essensmarkenempfängern.
Wer vor diesem Hintergrund den Anlegern etwas von Erholung erzählt, handelt vorsätzlich oder fahrlässig.
Wenn der Anleihezins in den US noch um 1 bis 2 Prozente steigt, kann Amerika seine Schuldzinsen nicht mehr bezahlen. Klar, Geldrucken ginge dann noch 1-2 Jahre ehe die Hyperinflation kommt. Andere Alternative wäre ein Krieg, da seit zehn Jahren Staatsausgaben in das US-BIP mit eingerechnet werden und somit für Wachstum sorgen

Der Dax wird dieses Jahr sowohl Charttechnisch als auch begründet durch die fundamentalen Wirtschaftdaten auf mindesten 7500 Punkte herunter korrigieren. Und wenn ein Krieg als Wachstumsmotor kommt sowieso. Und wir können froh sein, wenn es dabei bleibt.
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