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12.01.2014

14:59 Uhr

Börsenausblick New York

„Die Stimmung bleibt gut“

Die Aktienrally dürfte dank der anhaltenden Geldflut der Notenbanken in der neuen Börsenwoche weitergehen. Neue Impulse dürften von Seiten der Unternehmen kommen, aber auch von Seiten der Konjunktur.

An der New Yorker Wall Street warten Börsianer gespannt auf Unternehmenszahlen. dpa

An der New Yorker Wall Street warten Börsianer gespannt auf Unternehmenszahlen.

New YorkDer Blick der Börsianer richtet sich in der neuen Börsenwoche vor allem auf die USA, wo die Berichtssaison mit zahlreichen Bankenbilanzen auf Touren kommt und weitere wichtige Konjunkturdaten erwartet werden. „Die Stimmung bleibt gut“, konstatierte Wolfgang Duwe von der Bremer Landesbank. Vonseiten der Zentralbanken habe es bislang kein Störfeuer gegeben, womit der Weg für neue Höchststände frei bleibe.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuletzt bekräftigt, sie werde noch für längere Zeit die Zinsen nicht anheben und die Märkte mit billigem Geld versorgen. „Gute Voraussetzungen für einen freundlichen Aktienmarkt - und das trotz der sehr guten Entwicklungen im vergangenen Jahr“, fassten die Strategen der Weberbank zusammen. 2013 hatte der deutsche Leitindex rund 26 Prozent zugelegt. Deshalb hatten Investoren zu Jahresanfang erst einmal Gewinne mitgenommen. In der abgelaufenen Woche gewann der Dax 0,4 Prozent und ging am Freitag mit 9473 Punkten aus dem Handel.

DWS-Prognose: Aktienmärkte

Aktienmärkte: Mehr Volatilität

Insgesamt dürfte es ein solides Jahr an den Finanzmärkten werden. Wir erwarten verhaltene Anstiege an den Kapitalmärkten, wenn auch nicht mehr so deutlich wie 2013. Allerdings rechnen wir mit einer höheren Volatilität.

Anhaltende Niedrigzinsen

Für den Kapitalanleger gilt angesichts des Niedrigzinsumfelds und der finanziellen Repression grundsätzlich: Er muss mehr ins Risiko gehen.

Unternehmensgewinne sind die Kurstreiber

Für die Aktienmärkte sehr optimistisch ist Henning Gebhardt, Head Europe, Middle East and Africa Equities. Er sagt: „In den vergangenen Jahren standen die Aktienmärkte unter dem Einfluss von Risikoaversion und Normalisierung. 2014 dürfte sich dies wandeln. Jetzt dürften die Gewinne der Unternehmen zum Haupttreiber werden. Dies sollte den Börsen in den kommenden zwölf Monaten weiteren Auftrieb geben.“

15 Prozent sind drin

Für die Fortsetzung des Kursanstiegs spreche auch, dass viele Investoren Aktien in ihren Depots immer noch untergewichtet haben. An den meisten Aktienmärkten sollten Renditen von bis zu fünfzehn Prozent erzielbar sein.

Europäische Aktien

An europäischen Aktien führt nach Ansicht der DWS-Experten kein Weg vorbei. Aktien in Europa seien historisch gesehen immer noch sehr günstig.

Solide: Zyklische Konsumgüter und Industrie

Investoren sollten zudem überlegen, auf konjunktursensitive Branchen zu setzen und Aktien aus den Bereichen zyklische Konsumgüter, Industrie und Finanzdienstleistungen über zu gewichten.

Wachstumsprofiteure: Small-Cap-Aktien

Small-Cap-Aktien dürften ebenfalls überdurchschnittlich von dem höheren Wirtschaftswachstum profitieren und sollten daher gegenüber Large-Cap-Papieren die Nase vorne haben. Anleger sollten Aktien zinssensitiver Unternehmen aus den Bereichen Versorger und Basiskonsum tendenziell untergewichten.

Die begonnene Drosselung der Konjunkturhilfen der US-Notenbank (Fed) haben die Anleger bislang gut weggesteckt. Dass die Fed diesen Prozess schon bald forciert, war nach dem am Freitag vorgelegten Arbeitsmarktbericht für Dezember nicht zu erwarten. Dieser fiel deutlich schwächer aus als erwartet und weckte Zweifel am Tempo der Wirtschaftserholung.

Neue Aufschlüsse zur Konjunkturentwicklung sollen nun weitere Daten geben: die Einzelhandelsumsätze im Dezember (Dienstag), die Entwicklung der Verbraucherpreise (Donnerstag) sowie der Index der Universität Michigan zum Konsumklima (beide Freitag). Außerdem werden Reden von einigen Fed-Vertretern erwartet und der Konjunkturbericht der Notenbank (Beige Book) am Mittwoch.

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Die Berichtssaison der US-Unternehmen kommt in der neuen Woche auf Touren. Im Fokus steht vor allem der US-Bankensektor. Quartalszahlen vorlegen sollen unter anderem Goldman Sachs, Morgan Stanley, JP Morgan, Wells Fargo und Bank of America. Ferner geben der Siemens-Rivale General Electric (GE) und Chip-Hersteller Intel einen Zwischenbericht.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.01.2014, 08:49 Uhr

http://www.baden-boerse.de/uploads/2014/Marktkommentar2014_01_12.pdf

So funktioniert Börse und solange das so funktioniert, spielen reale Konjunkturdaten keine Rolle
Meine. Aktien laufen vorbörslich jedenfalls nicht schlecht.

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