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10.08.2011

19:22 Uhr

Börsenchaos

Bankaktien reißen Dax in die Tiefe

Der Dax fiel am Nachmittag innerhalb kurzer Zeit tief ins Minus. Gerüchte um die Herabstufung Frankreichs machten die Runde. Bankaktien stürzten ab. Die Deutsche Bank erwischte es heftig.

Die Freude über ein Ende der Dax-Talfahrt war heute nur von kurzer Dauer. Quelle: dpa

Die Freude über ein Ende der Dax-Talfahrt war heute nur von kurzer Dauer.

FrankfurtEin Kurssturz französischer Bankaktien hat am Mittwoch an den internationalen Aktienbörsen eine neue Verkaufslawine ausgelöst. Der Dax verlor bis zu 6,2 Prozent auf 5549 Zähler, der französische CAC40 bis zu 5,5 Prozent auf 3001 Punkte. Zum Schluss lag der Dax 5,1 Prozent im Minus bei 5607 Zählern.

„Societe Generale zieht alles herunter, da kann sich niemand entziehen“, sagte ein Händler. Die Aktien der französischen Bank rauschten angesichts von Gerüchten über Finanzprobleme zeitweise um 22,5 Prozent in die Tiefe. Das Institut dementierte kategorisch alle Marktgerüchte. Zuvor hatte selbst das Bekenntnis der US-Notenbank zu einer langfristigen Nullzinspolitik kaum Nervosität aus dem Markt genommen. Die extreme Verunsicherung der Anleger sorge dafür, dass sogar „verrückte Gerüchte“ einen Crash verursachen könnten, warnten Börsianer.

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In Paris gerieten neben Societe Generale auch BNP Paribas unter die Räder und verloren bis zu 14 Prozent. Die Verkaufslawine machte vor den deutschen Banken nicht Halt: die Aktien der Deutschen Bank fielen zeitweise um elf Prozent, am Ende schlossen sie mehr als 7 Prozent im Minus. Commerzbank-Titel sackten um bis zu 9,5 Prozent auf ein Rekordtief von 1,93 Euro ab. Auch in den USA gerieten besonders die Banken unter Druck: Bank of America fielen um bis zu zehn Prozent. Bankenchef Brian Moynihan muss sich nach den Kursverlusten der vergangenen Tage am Abend vor Aktionären und Analysten verantworten. Doch auch die Titel von Goldman Sachs, Citibank, JP Morgan und Morgan Stanley büßten bis zu zehn Prozent ein.

Der Tag an den Märkten (Stand: 18:00 Uhr)

Dax

+3,3 Prozent

SMI (Schweiz)

+5,0 Prozent

CAC 40 (Frankreich)

+2,9 Prozent

FTSE 100 (Großbritannien)

+/- 0 Prozent

ASE (Griechenland)

+0,3 Prozent

Ibex 35 (Spanien)

+3,6 Prozent

MIB (Italien)

-1,0 Prozent

Eurostoxx 50

+2,9 Prozent

Dow Jones

+2,6 Prozent

Nasdaq

+3,3 Prozent

S&P 500

+2,9 Prozent

Nikkei

-0,6 Prozent

CSI 300 (China)

+1,5 Prozent

Gold

-1,9 Prozent

Silber

-0,6 Prozent

Öl (Brent)

+1,5 Prozent

Dollar

1 Euro = 1,422 Dollar / +0,5 Prozent

CDS Deutschland

+85 Basispunkte

CDS USA

+54 Basispunkte

CDS Frankreich

+ 174 Basispunkte

Bundesanleihen (10 Jahre)

+/- 0 Basispunkte

US-Staatsanleihen (10 Jahre)

+5 Basispunkte

Griechische Staatsanleihen (10 Jahre)

+8 Basispunkte

Spanische Staatsanleihen (10 Jahre)

-5 Basispunkte

Italienische Staatsanleihen (10 Jahre)

-6 Basispunkte

Unter Verkaufsdruck standen auch die Aktien der italienischen Großbank Unicredit - in Deutschland durch die HypoVereinsbank in München vertreten. Unicredit büßten in Mailand zeitweise über 20 Prozent ein. Händlern zufolge hatten am Morgen Anleger in Italien ihre Gelder aus Bankenwerten in italienische Staatsanleihen umgeschichtet. Seit Wochenbeginn wird am Rentenmarkt davon ausgegangen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Markt Papiere Spaniens und Italiens kauft.

Kommentare (51)

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10.08.2011, 07:25 Uhr

Bei solchen Erwartungen habe ich mal den DAX gekauft, z.B. jetzt vor der Öffnung der Börsen, aber mit Futures und so ist der Preis immer höher als der letzer notierte, dann im Laufe des Vormittags geht's wieder nach unten. Deshalb glaube ich, besser ein paar Stunden zu warten, oder?

insider

10.08.2011, 09:29 Uhr

CDS auf D innerhalb von einem Monat verdoppelt.und überlegt mal.wer am Tief gestern rein ist,hat an einem Tag 10% verdient.der hat schon wieder den Finger auf dem Verkaufsknopf

Account gelöscht!

10.08.2011, 09:37 Uhr

ich find short auch ganz sexy. bei 6130/6150 (fr.-low) bin ich vllt. auch wieder mit dabei. davor wohl eher nicht.

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