Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.05.2015

10:44 Uhr

Börsengang der Parfümeriekette

Douglas wird zum Kandidaten für den MDax

VonSusanne Schier

Douglas wagt den Schritt an die Börse: Die Parfümeriekette bereitet für dieses Jahr einen IPO vor. Es dürfte der größte Börsengang seit Rocket Internet im Oktober 2014 werden – und die Aktie für Höheres geweiht sein.

Die Parfümeriekette war bis 2013 schon einmal an der Börse. dpa

Douglas

Die Parfümeriekette war bis 2013 schon einmal an der Börse.

Hagen/FrankfurtDie Parfümerie-Kette Douglas will in diesem Jahr zurück an die Börse. Experten halten ein Debüt noch vor der Sommerpause für möglich. Mit einem Börsengang im Frankfurter Prime Standard will das Unternehmen weiter wachsen und sich wieder einen direkten Zugang zum Kapitalmarkt verschaffen. Douglas sei nach dem Konzernumbau „bestens aufgestellt, um vom weiteren Wachstum im Beautymarkt zu profitieren“, sagte Vorstandschef Henning Kreke. Experten halten auch weitere kleinere Zukäufe für möglich.

Laut Finanzkreisen dürfte Douglas insgesamt mit zwei bis drei Milliarden Euro bewertet werden. Das Emissionsvolumen könnte mehr als eine Milliarde Euro betragen. Das wäre der größte Börsengang in Deutschland seit der Start-up-Schmiede Rocket Internet, die im Oktober 2014 gut 1,4 Milliarden Euro eingesammelt hatte. Daher dürfte Douglas vor allem auch bei Investoren aus Großbritannien und den USA in den Fokus rücken. Koordiniert wird der Börsengang von JP Morgan, Goldman Sachs und Deutsche Bank.

Diese Händler bewerten die Kunden am besten

Platz 10

Douglas (Vorjahr: Platz 5)

Platz 9

Aldi (Vorjahr: Platz 15)

Platz 8

Tchibo (Vorjahr: Platz 11)

Platz 7

Drogerie Müller (Vorjahr: Platz 8)

Platz 6

Rossmann (Vorjahr: Platz 4)

Platz 5

Otto (Vorjahr: Platz 17)

Platz 4

Thalia (Vorjahr: Platz 6)

Platz 3

Ikea (Vorjahr: nicht gelistet)

Platz 2

Amazon (Vorjahr: Platz 2)

Platz 1

dm (Vorjahr: Platz 1)

Quelle: OC&C-Proposition-Index 2014, 2015; OC&C-Analyse

Das Angebot werde aus Anteilen aus dem Besitz der Altaktionäre sowie aus neu ausgegebenen Aktien bestehen, teilte Douglas weiter mit. Die bisherigen Eigentümer sind der US-Investmentfonds Advent und die Gründerfamilie Kreke. Die Familie werde auch „in Zukunft als Gesellschafter engagiert bleiben“, erklärte Douglas-Chef Kreke am Freitag. Advent dürfte 40 bis 60 Prozent seiner Anteile abgeben, schätzen Finanzkreise. Die neuen Aktien sollen aus einer Kapitalerhöhung in Höhe von voraussichtlich 70 Millionen Euro kommen.

Möglicher MDax-Kandidat

Nach dem Börsengang wäre die Parfümerie-Kette ein möglicher Kandidat für den MDax. Die Douglas-Gruppe war Ende 2012 aus dem Mittelwerteindex ausgeschieden, nachdem der Streubesitz zu gering geworden war. 2013 hatte sich das Unternehmen komplett von der Börse verabschiedet. Damals war Douglas noch ein relativ breit aufgestellter Einzelhandelskonzern. Heute fokussiert sich das Unternehmen auf das Parfümerie-Geschäft und hat sich von anderen Unternehmensteilen wie dem Juwelier Christ und der Süßwarenmarke Hussel getrennt.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2013/14 lag der Umsatz bei rund 2,5 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erreichte 256 Millionen Euro. Die Douglas-Aktionäre werden sich wohl auch über regelmäßige Dividende freuen können. Offenbar plant das Unternehmen, künftig jeweils 40 bis 50 Prozent des Nettogewinns auszuschütten, heißt es in Finanzkreisen. Douglas unterhält mehr als 1700 Filialen in 19 Ländern sowie Onlineshops in 15 Ländern. Laut eigenen Angaben hat die Parfümerie-Kette einen Marktanteil von 17 Prozent und sieht sich nach der Übernahme des französischen Konkurrenten Nocibé im Jahr 2014 als Marktführer in Europa.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×