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16.06.2015

14:10 Uhr

Börsengang von Fitbit

Fitness-IPO wird deutlich größer als geplant

Die Fitness-Firma Fitbit muss sich mitten in den Börsen-Vorbereitungen mit zwei Klagen eines Rivalen auseinandersetzen. Das Interesse an der Aktie scheint das nicht zu beeinträchtigen. Die Preisspanne wurde angehoben.

Fitbit ist vor allem für seine Fitness-Armbänder bekannt, die Schritte und verbrauchte Kalorien zählen. dpa

Fitnessbänder von Fitbit

Fitbit ist vor allem für seine Fitness-Armbänder bekannt, die Schritte und verbrauchte Kalorien zählen.

San FranciscoDer Börsengang des Fitness-Spezialisten Fitbit wird deutlich größer als zunächst geplant. Das Unternehmen aus San Francisco schraubte am Dienstag die Preisspanne für die Aktie auf 17 bis 19 Dollar hoch. Damit könnte Fitbit bis zu 425,4 Millionen Dollar einnehmen. Das wären über 67 Millionen Dollar mehr als bei der ursprünglichen Spanne.

Zudem wollen bisherige Fitbit-Aktionäre deutlich mehr Aktien verkaufen: gut 12,1 Millionen statt der bisher vorgesehenen 7,46 Millionen Anteilsscheine. Damit könnte der Börsengang insgesamt 753 Millionen Dollar schwer werden - über 200 Millionen Dollar mehr als vor zwei Wochen geplant war.

Neulinge auf dem Parkett: Wer jetzt an die Börse geht

Deutsche Pfandbriefbank

Das Unternehmen ist aus der zu Finanzkrisen-Zeiten verstaatlichten Hypo Real Estate (HRE) hervorgegangen, die sogar mal im Dax war. Noch im Juli soll der Schritt aufs Frankfurter Parkett erfolgen.

Covestro

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer spaltet sein Kunststoffgeschäft unter dem Namen Covestro ab und will das Unternehmen bis spätestens Mitte 2016 an die Börse bringen.

ADO Properties

Die Wohnungsgesellschaft Swallowbird nutzt das gute Immobilienklima und will noch in diesem Jahr in Frankfurt an die Börse gehen. Davor soll das auf den Berliner Markt spezialisierte Unternehmen in ADO Properties umbenannt werden.

CBR

Der Damenmodehändler CBR ist besser unter seinen Marken Street One und Cecil bekannt. Er hat erst in dieser Woche seine Börsenpläne verkündet und will rund 200 Millionen Euro einnehmen, um sich für weiteres Wachstum zu rüsten.

Hapag Lloyd

Auch die Container-Reederei liebäugelt mit einem Börsengang. Zuletzt berichtete das „Manager Magazin“, dass es bereits im Herbst so weit sein könnte.

Fitbit ist vor allem für seine Fitness-Armbänder bekannt, die Schritte und verbrauchte Kalorien zählen. Zuletzt baute das Startup die Produktpalette mit einem Band mit Herzfrequenz-Sensor sowie einer Sport-Uhr aus. Der Börsenprospekt enthüllte, dass Fitbit profitabel arbeitet. Allerdings wuchs zuletzt auch die Konkurrenz mit dem Start der Computeruhr Apple Watch, die ebenfalls stark auf Fitness-Funktionen ausgerichtet ist.

Der Konkurrent Jawbone überzog Fitbit in den vergangenen Wochen mit zwei Klagen. Jawbone wirft Fitbit vor, über das Abwerben von Mitarbeitern Geschäftsgeheimnisse abzugreifen und drei Patente zu verletzen. Das Interesse an der Aktie scheint davon jedoch nicht beeinträchtigt worden zu sein.

Von

dpa

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