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08.01.2007

15:45 Uhr

Börsenvorschau

Berichtssaison erfasst die Wall Street

Am Dienstag beginnt die neue Berichtssaison in den USA. Dann legt der Aluminiumhersteller Alcoa seine Zahlen fürs vierte Quartal 2006 vor. Die Wall Street blickt gespannt auf die Zwischenbilanzen. Doch nicht nur diese werden die Kurse bewegen.

HB NEW YORK. Da viele Fondsmanager erst in diesen Tagen aus den Feiertagen zurückkehren und mit einer Umschichtung ihrer Portfolios beginnen könnten, rechnen die Analysten mit einem sprunghaften Handel. Gewinnmitnahmen nach den Kursanstiegen im vergangenen Jahr könnten die Indizes unter Druck bringen.

Traditionell gibt der Januar seit 1950 an den Börsen den Trend für das ganze Jahr vor. Der Almanach der Aktienhändler weist dafür keine Ausnahme aus. "Unserer Einschätzung nach sollte 2007 für die Aktienmärkte ein ordentliches Jahr werden, mit Zuwächsen von 10 bis 11 Prozent, vorausgesetzt, dass die Wirtschaft sich weiterhin durchwurstelt", sagte David Katz von Matrix Asset Advisors in New York.

In der verkürzten Handelswoche zu Jahresbeginn hatten enttäuschende Dezemberumsätze des US-Einzelhandels und eine Gewinnwarnung von Motorola die Kurse an der Wall Street allerdings ins Taumeln gebracht. Anzeichen für ein sich trotz des abflauenden Immobilienmarktes anhaltend starkes Wirtschaftswachstum konnten die Indizes nur wenig stützen. Ein am Freitag veröffentlichter Regierungsbericht über eine stärker als erwartet ausgefallene Zunahme der Arbeitsplätze schürte an den Märkten jedoch Inflationssorgen und dämpfte die Hoffnung, die US-Notenbank könnte in absehbarer Zeit die Zinsen senken.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P-500 schlossen die verkürzte Handelswoche daher im Minus. Während der Dow um 0,52 Prozent nachgab, verlor der S&P 0,61 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq hingegen rettete ein Plus von 0,78 Prozent über die ersten drei Handelstage. Am Montag waren die US-Börsen wegen des Neujahrsfeiertags geschlossen, am Dienstag wegen des nationalen Trauertages für den verstorbenen US-Ex-Präsidenten Gerald

"Mitte Januar ist normalerweise eine ziemlich saloppe Zeit", sagte Harry Clark von der Clark in Philadelphia. "Ich wäre also nicht überrascht, wenn es ziemlich rauf und runter oder seitwärts geht." Großen Einfluss darauf wird auch eine Serie von Konjunkturdaten haben. Besonders genau werden sich die Analysten die für Mittwoch anstehenden Daten über die Handelsbilanz für November anschauen, sowie die Handelsumsätze für Dezember am Freitag.

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