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12.07.2013

09:41 Uhr

Bonität

S&P bestätigt Deutschlands Spitzennote

Die US-Ratingagentur hält Deutschland für einen der besten Schuldner. Das Land sei in der Lage, schwere wirtschaftliche und finanzielle Schocks zu verkraften. Eine gute Nachricht gibt es auch für Irland.

Gute Bonität: Deutschland erhält die Bestnote "Triple-A". dpa

Gute Bonität: Deutschland erhält die Bestnote "Triple-A".

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Deutschlands mit der Spitzennote „AAA“ bestätigt. „Unserer Meinung nach hat Deutschland eine breit aufgestellte und wettbewerbsfähige Wirtschaft, die die Fähigkeit bewiesen hat, schwere wirtschaftliche und finanzielle Schocks zu verkraften“, begründeten die Bonitätswächter ihre Einschätzung am Freitag.

Der Ausblick wurde mit stabil ebenfalls bestätigt. Das bedeutet: Es besteht hier derzeit keine Gefahr einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit.

Ein gutes Rating ist am Kapitalmarkt wichtig. Je besser die Note, desto niedriger sind in der Regel die Zinsen, die ein Schuldner zahlen muss. Deutschland gilt als sicherer Hafen in der Eurozone und kann sich zu entsprechend günstigen Konditionen Geld leihen.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Eine gute Nachricht gab es auch für Irland: S&P hob den Ausblick für die Kreditwürdigkeit von „stabil“ auf „positiv“. Nach Einschätzung der Kreditwächter ist das Land trotz eines Rückfalls in die Rezession dabei, sich wirtschaftlich zu erholen. Die Schuldenquote sinke zudem stärker als erwartet, teilte S&P mit. Zugleich bestätigte die Ratingagentur die Bonitätsnote „BBB+“ - also zwei Stufen über dem sogenannten „Ramsch-Niveau“. Irland steht unter dem Euro-Rettungsschirm und erhält seit Ende 2010 internationale Hilfsgelder. Das Land ist aber auf dem Weg, sich wieder über private Kredite zu finanzieren.

Von

rtr

Kommentare (6)

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Vetternwirtschaft

12.07.2013, 09:54 Uhr

Schonfrist bis September.

Account gelöscht!

12.07.2013, 10:12 Uhr

"S&P bestätigt Deutschlands Spitzennote"

NOCH sind wir nicht ausgesaugt ;-) Aber ich sehe dies nur als eine Frage der Zeit. Ich glaube nicht, dass die anstehenden Wahlen daran viel aendern werden.

sons_of_liberty

12.07.2013, 11:07 Uhr

Wie lässt sich eigentlich die Diskrepanz zwischen der Bürgermeinung und der Pressemeinung erklären?

Täglich wird in Handelsblatt, Wiwo und co. aufs neue ins Horn geblasen und der Tanz ums goldene Kalb geht weiter.

Keine Zeit für Reflektion. Zusammenhänge von Ratingargenturen, Geheimdiensten, politischen Führern und co. sind doch keine Verschwörungstheorien mehr.

Der komplette Aufbau der EU, der uns immer als demokratisch legitimiert verkauft wird ist doch Korrupt bis ins Mark und vom ERT aufgezogen.

Natürlich, alles Verschwörungstheorien sagen die einen und lesen täglich munter tolle Nachrichten über DAX Rekorde und co, klar ist ja auch angenehmer zu lesen.

"Transparency International: Medien werden erstmals als korrupter wahrgenommen als Öffentliche Verwaltung und Parlament."

Ich meine Bitte, wenn Ihr Lohnschreiberlinge euch weiter wegduckt ist es nur noch eine Frage der Zeit bis auch an eurer Tür geklopft wird und ihr weg vom Fenster seid.

Journalist sein, bedeutet etwas von Demokratie und Bürgerrechten zu verstehen, wer in der Demokratie schläft wacht in der Diktatur wieder auf. Es ist mittlerweile erbärmlich, was sich einige Presstituierte in den etablierten Medien herausnehmen um weiterhin Oma Erna und Opa Klaus erzählen zu können, wie toll Mutti doch ist.

Falls Ihr es noch nicht begriffen habt, wir sitzen alle im selben Boot. (Die neuen hochsicherheits Siedlungen im Stil von Südafrika eingeschlossen. Der Pöbel steht auch dort irgendwann vor der Tür.)

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