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11.01.2013

13:40 Uhr

Bonität

S&P sieht Wendepunkt in der Euro-Krise

Die Ratingagentur Standard & Poor's sieht Europa auf einem guten Weg. Das Jahr 2013 könne der Wendepunkt in der Schuldenkrise werden. Ein Land, das die Finanzkrise besonders heftig erwischte, lobt S&P.

Die Ratingagentur S&P bescheinigt Irland gute Chancen, seine Bonität 2013 zu halten. dpa

Die Ratingagentur S&P bescheinigt Irland gute Chancen, seine Bonität 2013 zu halten.

LondonDie Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) beurteilt die Euro-Zone optimistischer. „2013 könnte einen Wendepunkt in der europäischen Schuldenkrise darstellen“, sagte Moritz Kraemer, der bei S&P die Analyse europäischer Länder leitet.

Die Euro-Zone könne die Zersplitterung nachhaltig überwinden, von der sie in den letzten Jahren gekennzeichnet war, schrieb Kraemer in einer Studie. Die europäischen Regierungschefs hätten mit Blick auf die Verschuldung und die Verringerung der Leistungsbilanzdefizite die Grundlagen geschaffen oder zumindest angekündigt, um aus der Krise herauszufinden.

Ausdrücklich lobte S&P die Fortschritte in Irland. Mit einer Herabstufung vom Status des sicheren Schuldners („Investment Grade“) sei nicht zu rechnen, sagte Krämer am Freitag. Die Flexibilität der Gesellschaft und der Märkte sei in Irland wahrscheinlich ausgeprägter als in anderen krisengeschüttelten Ländern der Euro-Zone. Risiken gingen jedoch weiterhin von dem schwer gebeutelten Bankensektor aus. Wegen der Gefahren bewertet S&P das Land grundsätzlich mit einem negativen Ausblick.

Was 2012 aus 1.000 Euro wurde

Zypriotische Aktien (CSE)

407 Euro

Öl (WTI)

899 Euro

Spanische Aktien (Ibex)

968 Euro

Chinesische Aktien (Shanghai Composite)

989 Euro

Sparbuch (Durchschnitt)

1005 Euro

Tagesgeld (Durchschnitt)

1014 Euro

US-Staatsanleihen

1029 Euro

Gold

1034 Euro

Bundesanleihen

1038 Euro

Dow Jones

1049 Euro

Silber

1052 Euro

Nikkei 225

1069 Euro

EuroStoxx 50

1149 Euro

Schweizerische Aktien (SMI)

1167 Euro

Italienische Staatsanleihen

1203 Euro

Euro-Unternehmensanleihen (Non-Investment-Grade)

1242 Euro

Irische Staatsanleihen

1297 Euro

Dax

1299 Euro

Griechische Aktien (ASE)

1342 Euro

Griechische Staatsanleihen (inkl. Schuldenschnitt, ohne Rückkauf)

1452 Euro

Türkische Aktien (ISE 100)

1576 Euro

Venezolanische Aktien (IBC)

2882 Euro

Irland kämpft sich derzeit Schritt für Schritt aus der Schuldenmisere heraus. Erst am Dienstag kam das Land seinem Ziel deutlich näher, sich vom Tropf internationaler Geldgeber zu lösen: Der Staat sammelte am Kapitalmarkt 2,5 Milliarden Euro. Irland schlüpfte vor rund zwei Jahren unter den Euro-Rettungsschirm und erhielt 85 Milliarden Euro.

Auch EZB-Chef Mario Draghi hatte sich am Donnerstag in einer Pressekonferenz optimistischer zur Lage der Euro-Zone geäußert. "Wir sehen Anzeichen, dass die Fragmentierung allmählich repariert wird", sagte Draghi in Frankfurt. Eine allmähliche Erholung werde im späteren Jahresverlauf einsetzen, wenn sich die EZB- Maßnahmen in der Wirtschaft bemerkbar machten.

Von

rtr

Kommentare (52)

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Eurowahn

11.01.2013, 14:04 Uhr

Ja, es geht aufwärts!

Wie viele Male haben wir das schon zu hören oder lesen bekommen?

Es geht ständig nur aufwärts. Wir sind überall auf dem richtigen Weg. Eigentlich könnte es uns gar nicht besser gehen!

Ihr werdet sehen, wir schaffen das!

Es gibt keine Alternative!

Tabu

11.01.2013, 14:10 Uhr

Artikel vom 04.07.2012 Handelsblatt

S&P wittert Wendepunkt in der Schuldenkrise

"Frankfurt. In der Schuldenkrise des Euroraums könnte nach Einschätzung der Ratingagentur Standard & Poor's der Wendepunkt erreicht werden, wenn die Beschlüsse des jüngsten EU-Gipfels mit Hilfe der Europäischen Zentralbank korrekt umgesetzt werden."

Oh wie schön, die Krise ist vorbei!
Geballte Euphorie wohin man schaut. Spanien und Italien gelingt die günstige Finanzierung, die Aktien boomen.
Medial scheint die Sonne, alles scheint gut. Nein, noch besser, alles ist rosig. An Tagen wie diesen kann man sich nur schwerlich den ganzen medialen Parolen entziehen.

Doch leider sieht die Realität anders aus. Wir alle wissen um die Manipulation der Märkte, Zahlen und Statistiken. Also schlimmer gehts nimmer.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem dramatischen Crash.
Ich hatte schon im Herbst darauf an dieser Stelle auf den nahenden Crash hingewiesen.

Seit Anfang November sind absolute Auftragseinbrüche zu verzeichnen.
Ich werde hier nicht mit Zahlen aus der Kategorie "Wünsch Dir was" operieren, sondern ein paar Fakten darlegen. Jeder kann daraus seine eigenen Schlüsse ziehen.

Die PKW Neuzulassungen im Dezember 2012 fielen um mehr als 20% in Deutschland. Wir können davon ausgehen, dass diese Zahlen noch geschönt sind mit massenhaften Tageszulassungen.

Harpex, BDI und deutsche Industrieproduktion ebenfalls im Keller.

Das sind die wirklich wichtigen Meldungen des Tages.

Account gelöscht!

11.01.2013, 15:41 Uhr

"Es geht aufwärts" -

sagte der Spatz, als ihn die Katze die Treppe hinauf trug.

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