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23.11.2012

20:52 Uhr

Bonität

S&P stuft Ungarn auf Ramsch-Niveau herab

Wegen der trüben Wachstumsaussichten hat die Ratingagentur S&P die Bonität Ungarns gesenkt. Mit der Bewertung „BB“ liegt das Land damit nun im Ramsch-Bereich.

Schlechte Nachrichten für Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban: Standard & Poor's hat die Bonität des Landes auf Ramschniveau heruntergestuft. dapd

Schlechte Nachrichten für Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban: Standard & Poor's hat die Bonität des Landes auf Ramschniveau heruntergestuft.

LondonDie Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Ungarns gesenkt. Die Bonität wurde von „BB+“ auf „BB“ herabgestuft, wie das Ratingunternehmen am Freitag mitteilte. Die Agentur begründete ihre Entscheidung vor allem mit den trüben Wachstumsaussichten für die ungarische Wirtschaft. Ungarn rutscht damit eine Stufe tiefer in den sogenannten Ramsch-Bereich, der spekulative Anlagen kennzeichnet. Den Ausblick bewertet S&P als stabil. Damit hält sich die Wahrscheinlichkeit für mittelfristige Auf- oder Abstufungen die Waage.

Von

dpa

Kommentare (6)

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lungomolch

23.11.2012, 22:35 Uhr

Warum gibt es immer noch keine große, unabhängige europäische Rating Agentur? Das ist ein Armutszeugnis für die Euro-Retter! Wenn man bedenkt, dass eine Herabstufung ein Land viele Milliarden kosten kann, dann fragt man sich, warum kein Geld für eine Rating-Agentur da ist. Natürlich müsste diese unabhängig sein, damit sie glaubwürdig ist. Aber es gibt doch genug Institutionen in der EU, die zumindest theoretisch unabhängig sind.

Girelli

23.11.2012, 23:44 Uhr

Was für eine Farce.
Den Rating-Agenturen kann man sowieso nichts mehr glauben.
Ungarn steht - wenn man die Makrozahlen sieht - zweifellos besser da, als vor ein oder zwei Jahren - was soll dann das Ganze jetzt? Es ist eindeutig eine Retourkutsche gegen die ungarische Bankensteuer - nicht mehr.

Account gelöscht!

24.11.2012, 21:53 Uhr

Die Regierung von Herr Viktor Orbán hat geschafft, die Neuverschuldung unter 3% zu halten, und zwar in 2012 und höchstwahrscheinlich auch in 2013. Das bedeutet, das Ungarn das einzige Krisenland in der EU ist, der dieses wichtige Mastricht-Kriterium einhält. Dazu sinkt die Regierung auch die Staatsverschuldung. Und diejenige sollten das mitbezahlen, die bereits ungeheuer viel Geld auch in Ungarn verdient haben, und die Krise verursacht haben: die Banken. Diese Heilung will S&P und die andere "Rating Agencies" verhindern. Es ist seit längerer Zeit jeder bekannt ist, dass diese "Rating Agencies" in keinem Fall unabhängig sind, aber sie vertreten wirtschaftliche und politische Interessen. Sie sind Betrüger und Verbrecher. Dazu kommt, dass sie äußert bösartig sind, wie das Ebola-Virus oder ein sehr schnell wachsender Tumor. Sie zerstören gesunde und heilende Gesellschaften und Länder, wie der Beispiel Ungarn auch zeigt. Was sie gegen Ungarn machen, das ist ganz klar Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die deutsche Regierung weiß das, und jeden Deutschen muss es klar sein, dass wenn diese Verbrecher Ungarn künstlich Pleite machen, die Deutschen müssen das indirekt auch mitbezahlen.

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