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26.09.2014

14:08 Uhr

Bonitätsaufwertung

S&P-Kommentar gibt indischer Börse Auftrieb

Nachdem die Rating-Agentur S&P die Bonitätsnote Indiens von „negativ“ auf „stabil“ angehoben hat, sind die Anleger am Freitag vermehrt in den Markt eingestiegen und haben so den Leitindex BSE beflügelt.

Der Leitindex BSE stieg nach dem Kommentar von S&P um 0,6 Prozent und der breiter gefasste NSE sogar um zwei Prozent. dpa

Der Leitindex BSE stieg nach dem Kommentar von S&P um 0,6 Prozent und der breiter gefasste NSE sogar um zwei Prozent.

FrankfurtErmuntert von einem positiven Kommentar der Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) sind Anleger am Freitag in den indischen Aktienmarkt eingestiegen. Der Leitindex BSE stieg um 0,6 Prozent und der breiter gefasste NSE sogar um zwei Prozent.

Zuvor hatte S&P den Ausblick für die Bonitätsnote Indiens auf „stabil“ von „negativ“ angehoben. Damit wird eine Herabstufung unwahrscheinlicher. Aktuell bewertet die Rating-Agentur die Kreditwürdigkeit des Subkontinents mit „BBB-“.

Da die Bonitätsnote über die Höhe der Zinsen entscheidet, die Staaten oder Firmen ihren Gläubigern zahlen müssen, gehörten die Finanzwerte zu den größten Profiteuren dieser Entscheidung. Axis Bank, IDFC, State Bank of India und HDFC Bank gewannen zwischen 2,6 bis 3,1 Prozent. Letztere stiegen zeitweise sogar auf ein Rekordhoch von 879 Rupien.

Bei indischen Staatsanleihen griffen Investoren ebenfalls zu. Die richtungsweisenden zehnjährigen Titel gewannen 32 Ticks auf 99,74 Punkte. Die Währung des Landes ging auf Erholungskurs. Ein Dollar verbilligte sich auf 61,16 Rupien.

Wie Anleger in den Devisenmarkt investieren können

Zertifikate

Über Zertifikate können Kleinanleger auf die Entwicklung ganz verschiedener Währungspaare wetten. Besonders beliebt ist das Verhältnis Euro zu Dollar. Je nach Art des Zertifikats steigt das Risiko. Während es bei Zinszertifikaten vergleichsweise begrenzt ist, spielen die Anleger mit verschiedenen Hebelprodukten wie den sogenannten Knock-Outs alles oder nichts. Sollte der Basiswert, also der Devisenkurs, während der Laufzeit die festgelegte Knock-Out-Schwelle durchbrechen, ist die Wette verloren. Geht der Plan auf, winkt wegen der Hebelwirkung des Zertifikats der große Gewinn.

Optionen

Optionen ermöglichen mit geringem Einsatz hohe Gewinne - bei gleichzeitig hohem Risiko. Wer eine Option kauft, geht ein Termingeschäft ein. Der Käufer erwirbt das Recht, eine Währung zu einem festen Kurs und innerhalb einer festgelegten Frist einzutauschen. Der Reiz daran ist, dass er für die Option nur einen Bruchteil des eigentlichen Wertes bezahlen muss, gewissermaßen als Pfand. Durch den kleinen Einsatz ist eine extreme Hebelwirkung möglich. Optionsgeschäfte sind im Devisenhandel weit verbreitet. Im Internet bieten Broker diese Wetten auch für Privatanleger an. Die Angebote unterscheiden sich deutlich bei Gebühren, dem maximal möglichen Hebel oder der Differenz zwischen An- und Verkaufskursen. Unerfahrene Anleger sollten lieber die Finger davon lassen.

Direkthandel

Den direkten Zugang zur großen, weiten Welt der Währungen bieten Online-Plattformen wie Alpari oder Forex Capital Markets (FXCM). Nach vorsichtigen Schätzungen liegt die Zahl der Nutzer in Deutschland zwischen 50.000 und 70.000. Der Handel funktioniert in erster Linie über Hebelprodukte, mit denen man schon auf winzige Änderungen bei der vierten oder fünften Nachkommastelle wetten kann. Die Zugangsschwelle für Privatanleger ist niedrig, weil die Transaktionskosten sehr gering sind. Wer 10.000 Dollar kauft, zahlt bei manchen Brokern gerade mal zwei Dollar Gebühr.

Währungskonten

Einige Banken bieten ihren Kunden sogenannte Währungsanlagekonten an. Das Prinzip ist einfach. Der Anleger verschiebt eine Summe X auf sein Währungskonto - ähnlich wie bei einem Tagesgeldkonto, nur in einer anderen Währung. Wechselt er sein Geld etwa in Franken, bleibt es geschützt, falls der Euro gegenüber der Schweizer Währung fallen sollte. Neben der möglichen Aussicht auf Wechselkursgewinne lockt bei manchen Angeboten zusätzlich ein fester Zins.

Devisenfonds

Erst seit 2004 dürfen Fondsgesellschaften Währungsgeschäfte nicht nur zur Kurssicherung, sondern auch als eigenes Anlageprodukt anbieten. Bei den Fonds unterscheidet man aktive und passive. Aktiv heißt, dass ein Manager den Devisenfonds verwaltet. Er investiert in Geldmarktpapiere - das sind kurz laufende Anleihen - unterschiedlicher Währungen oder schließt Devisentermingeschäfte ab. Die passive Variante funktioniert über börsengehandelte Indexfonds, sogenannte Exchange Traded Funds (ETF). Hier profitiert der Anleger von der Entwicklung eines bestimmten Währungskorbs. ETFs kosten weniger Gebühren, können aber nicht auf überraschende Veränderungen reagieren. Auf dem deutschen Markt stehen rund 60 Devisenfonds zur Auswahl.

Aktien/Anleihen

Um indirekt von Währungseffekten zu profitieren, können Anleger auch Aktien oder Anleihen aus anderen Ländern kaufen. Neben möglichen Kursgewinnen winken Wechselkursgewinne, vorausgesetzt natürlich der Euro verliert zur jeweiligen Fremdwährung weiter an Wert.

Von

rtr

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