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13.01.2004

06:59 Uhr

Britische Währung legt zum Dollar rasant zu

Pfundig

VonFelix Schönauer (Handelsblatt)

Der Höhenflug des britischen Pfunds im Verhältnis zum Dollar scheint kein Ende zu nehmen. Gestern stieg der Kurs erneut um fast einen halben Prozentpunkt.

Der Höhenflug des britischen Pfunds im Verhältnis zum Dollar scheint kein Ende zu nehmen. Gestern stieg der Kurs erneut um fast einen halben Prozentpunkt. Ein Pfund kostet jetzt mehr als 1,85 Dollar. Als Grund für den letzten Schub sahen Analysten enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten.

Der zweijährige Aufwärtstrend nahm zuletzt sensationell an Fahrt auf. Seit Mitte November schoss das Pfund um mehr als zwölf Prozent gegenüber dem Dollar nach oben. Vereinzelt sprechen Berichterstatter schon davon, dass ein Kurs von zwei Dollar je Pfund erreichbar sei. Das hatte die britische Währung zuletzt 1992 geschafft, als sie aus dem europäischen Wechselkursmechanismus geflogen war.

Die Ursachen sind bekannt: die diversen Defizite der USA, die Bereitschaft der Bush-Regierung, einen schwachen Greenback zum Wohl der eigenen Wirtschaft in Kauf zu nehmen, und die mittelfristig eher steigende Zinsdifferenz zwischen Dollar- und Pfundraum.

Allerdings sind diese Gründe seit Monaten bekannt und erklären nicht, warum das Pfund gerade in den vergangenen Wochen so stark anzieht. Es scheint geradezu, als seien die Investoren auf dem Auge blind, das die Risiken in Großbritannien beobachten sollte. Zwar herrschen in den USA die schon erwähnten Bedingungen. Aber auch die Wirtschaft auf der Insel kann mit gravierenden Unwägbarkeiten aufwarten – trotz ihrer beeindruckenden Entwicklung während der weltweiten Konjunktur-Krise.

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