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18.07.2012

16:19 Uhr

Bulle & Bär

Die Kunst des richtigen Timings

VonLaura de la Motte

Vielen Anlegern juckt es in den Fingern. Sollen sie in den Aktienmarkt einsteigen oder nicht? Bei den hohen Schwankungen wird es immer schwieriger den richtigen Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Doch muss man das?

Die Bullenfigur vor der Frankfurter Börse: Anleger haben oft Angst den falschen Einstiegszeitpunkt zu wählen. dpa

Die Bullenfigur vor der Frankfurter Börse: Anleger haben oft Angst den falschen Einstiegszeitpunkt zu wählen.

FrankfurtHin- und hergerissen sind viele Anleger in diesen Zeiten. Sollen sie oder sollen sie nicht wieder in den Aktienmarkt einsteigen? Ist der richtige Zeitpunkt schon da, oder sollten sie lieber weiter abwarten wie die Großen?

Ein globales Fondsvolumen von drei Billionen Dollar ist derzeit auf Liquiditätskonten geparkt und wartet auf seinen Einsatz. Die schwelende Euro-Schuldenkrise, die lahmende Konjunktur - das alles könnte die Unternehmen noch stärker belasten. Bei den düsteren Prognosen scheint es tatsächlich kein guter Einstiegszeitpunkt zu sein. Oder doch?

Fakt ist, der deutsche Aktienmarkt befindet sich nicht im freien Fall. Im Gegenteil. Der Leitindex Dax hat seit seinem Jahrestief im Juni bei 5 900 inzwischen wieder fast 700 Punkte gewonnen. Der MDax hat sogar 1 000 Punkte gutgemacht und liegt nahe seines Jahreshochs. Auch im TecDax und SDax geht es nach oben.

Da juckt es vielen Anlegern in den Fingern. Denn sie wissen: Am Jahresanfang, als die letzte Rally entfacht wurde, haben viele große, schlaue Fondsmanager und Bankenstrategen auch nicht damit gerechnet. Viele haben sogar so lange gezögert, dass sie die Kursgewinne gar nicht richtig mitgenommen haben.

Je langfristiger die Anlage, desto unwichtiger das Timing

In der Tat sind die Schwankungen an den Börsen zuletzt größer geworden. Diese Schwankungen sind aber vorrangig eine Herausforderung für kurzfristig orientierte Anleger. Wer ständig rein und raus aus Aktien geht, für den hat das richtige Timing entscheidenden Einfluss auf die Rendite.

Die meisten privaten Anleger aber wollen nicht das ganz schnelle Geld am Aktienmarkt verdienen, sondern sind an einer langfristig positiven Entwicklung interessiert. Zu der gehört nicht nur eine steigende Kursentwicklung, sondern auch eine regelmäßige Dividendenzahlung. Das Unternehmen muss also gesund sein. Solange die Dividende fließt und vielleicht wie bei Fresenius Medical Care, BMW, K+S oder SAP sogar öfter mal erhöht wird, können dem Anleger auch schwächere Kursphasen egal sein, zum Beispiel, wenn die Aktienmärkte bald doch noch einmal deutlich abrutschen.

Denn Schwächephasen wird es immer geben. Nur langfristig sollte der Verkaufs- über dem Einkaufskurs liegen. Der am wenigsten gute Einstiegszeitpunkt ist somit der, wo Aktien teuer sind und ihre Höchstkurse erreicht haben. Davon sind wir momentan weit entfernt. Wer langfristig Geld anlegen will, für den aber ist es deshalb egal, ob er heute, morgen oder nächsten Monat einsteigt.

Kommentare (2)

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Schlaumeier

18.07.2012, 17:22 Uhr

Wie kann man nur einen solchen Blödsinn schreiben. Schon im VWL-Kurs lernt man in Bezug auf Aktien "Timing and selection". Frau de la Motte, wenn Sie 1998 deutsche Aktien gekauft haben, also vor 14 Jahren, dann haben Sie ein ganz schlechtes Timing erwischt, denn Sie sind heute noch in der Verlustzone. Das zum Thema Aktien + Rendite + Timing. Kaufen Sie Aktien, genauso wie namhafte Personen griechische Anleihen gekauft haben.

Cowboy.

18.07.2012, 23:20 Uhr

Cowboy.

Mmh...,richtiger Schlaumeier! Vierzehn Jahre alte Aktienkurse in der aktuellen Wirtschaftslage sind natürlich ein Thema. Aber ich denke, es hilft ihr wohl mehr weiter,wenn sie sich überlegt,zu welchen Zeiten sind Aktien wohl am günstigsten, vor oder nach einer Wirtschaftskrise? Aber halt, so fair bin ich, ausgenommen sind Rohstoffe, und Finanztitel, welche stark abhängig vom Ölpreis sind. Haudy, yah...!

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