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22.08.2011

00:00 Uhr

Bulle & Bär

Fresenius-Aktien haben immer Konjunktur

VonChristian Schnell

Trotz der turbulenten Zeiten gibt es noch Verlässliches an der Börse. Dazu gehören der Gesundheitskonzern Fresenius und dessen Tochter Fresenius Medical Care (FMC).

Die Konzernzentrale des Gesundheitskonzerns Fresenius in Bad Homburg. dapd

Die Konzernzentrale des Gesundheitskonzerns Fresenius in Bad Homburg.

FrankfurtViele Anleger fragen sich in diesen Tagen zu Recht, ob es denn überhaupt noch Verlässliches an der Börse gebe. Machen doch die Kurse Sprünge, die selbst die nach der Atomkatastrophe in Japan in den Schatten stellen. Wie gut, dass es da zwei Dax-Werte gibt, an die sich die Anlegerschaft immer dann gerne erinnert, wenn es drunter und drüber geht.

Richtig, von Fresenius ist die Rede. Und von deren ebenfalls im Dax vertretenen Tochter Fresenius Medical Care (FMC). Acht Prozent hat die Mutter seit Beginn des Kursverfalls Ende Juli verloren, 16 Prozent waren es bei FMC. Im Vergleich zu den 27 Prozent, die der Dax in dieser Zeit hinnehmen musste, ist das beinahe ein verschmerzbarer Verlust. Dabei erinnert diese Entwicklung frappierend an das Krisenjahr 2009. Auch damals ragten die beiden Aktien weit heraus, als überall sonst die Kurse im freien Fall waren.

Ein Blick auf das Geschäftsmodell erklärt, warum das in turbulenten Zeiten so ist. Die Nummer eins weltweit ist FMC im Bereich der Dialysetechnik. Wer eine schwere Nierenfunktionsstörung hat, der ist auf diese Produkte angewiesen, um zu überleben. Das Auf und Ab der Weltkonjunktur spielt dabei keine Rolle. Und weil die Weltbevölkerung zunehmend älter wird, kommen auch immer mehr Menschen hinzu, die unter dieser Krankheit leiden. Die Alternative wäre eine Spenderniere, doch selbst dann, wenn vermehrt Menschen einen Organspenderausweis bei sich tragen, bleibt die Zahl derjenigen, die auf die Dialyse angewiesen sind, weit über der von Patienten, die auf eine Transplantation hoffen können.

Weil FMC insgesamt 40 Produktionsstätten auf allen Kontinenten hat, ist es für Wettbewerber auch schwer, der Nummer eins in diesem so lebenswichtigen Bereich Konkurrenz zu machen.
Fresenius deckt den Großteil des medizinischen Spektrums ab.

Ähnlich ist die Ausgangssituation bei der Mutter Fresenius. Unter ihrem Dach sind neben dem bedeutendsten Tochter FMC auch Produkte für Krankenhäuser und die ambulante medizinische Versorgung gebündelt. Fresenius Kabi ist führend in Europa im Bereich der Ernährungs- und Infusionstherapie. Fresenius Vamed ist für den Servicebereich der Krankenhäuser und der Pharma-Industrie zuständig. Und mit dem Krankenhauskonzern Helios hat man gar den größten privaten Betreiber in Deutschland unter seinem Dach vereint.

Wer in diesen Tagen auf Fresenius und deren Tochter FMC setzt, der macht sich nicht nur unabhängig von der Weltkonjunktur. Er setzt auch auf einen Trend, der sich von deren möglichem Abflauen nicht aufhalten lässt. Nämlich dass die Menschheit immer älter wird und medizinische Hilfe immer Konjunktur hat.

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