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04.01.2010

07:00 Uhr

Bulle & Bär

Mehr für das Alter vorsorgen ist der wichtigste Vorsatz im neuen Jahr

VonAnke Rezmer

Junge Leute unter 30 und Familien wollen im neuen Jahr wieder mehr Geld auf die Seite legen, ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsunternehmen Forsa. Hehre Sparziele verwundern in diesen beiden Gruppen der Gesellschaft nicht. Was aber tun, um die guten Vorsätze einzuhalten?

Neuer Sparwillen: Den Jüngeren ist bewusst, dass die staatlichen Systeme sie im Alter nicht durchfüttern werden. ap

Neuer Sparwillen: Den Jüngeren ist bewusst, dass die staatlichen Systeme sie im Alter nicht durchfüttern werden.

FRANKFURT. Wir Deutschen haben uns viel vorgenommen für das neue Jahr: Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie und mehr Sport stehen ganz oben auf der Liste der guten Absichten - und mehr sparen wollen wir auch. Vor allem Jüngere unter 30 und Familien haben Letzteres fest im Blick, wie das Marktforschungsunternehmen Forsa unter 3 000 Menschen im Land erfragte.

Hehre Sparziele verwundern in diesen beiden Gruppen der Gesellschaft nicht. Familien leben grundsätzlich mit einem gewichtigen Teil fester Ausgaben im Jahr. Und den meisten Jüngeren ist bewusst, dass die staatlichen Systeme sie im Alter nicht durchfüttern werden. Schätzungen zufolge dürfte in spätestens 30 Jahren die gesetzliche Rente weniger als die Hälfte des heutigen Einkommens ausmachen.

Was tun, um die guten Vorsätze einzuhalten? Finanzdienstleister locken mit vielen geförderten Spar- und Versicherungsverträgen, vor allem mit der subventionierten privaten Altersvorsorge namens Riester-Rente. Die bietet in der Tat einiges: Im Durchschnitt fördert der Fiskus laut Schätzungen 30 Prozent der Riester-Beiträge im Jahr über Zulagen und Steuervorteil. Und über die Jahre rechnet sich regelmäßiges Sparen vor allem über den Multiplikatoreffekt stets wieder angelegter Zinsen (Zinseszinseffekt). Die vergleichsweise üppigen Riester-Zulagen werden hier mit eingesetzt. Das macht auch langweilig klingende Verträge wie Banksparpläne relativ interessant, zumal die Erträge hier unabhängig von der Börsenentwicklung fließen: Wer etwa statt zehn Jahre zwanzig Jahre lang 100 Euro im Monat spart, kann seine Zinsen rein rechnerisch vervierfachen.

Wichtig ist , dass man einen Riester-Vertrag erwischt, bei dem die Kosten nicht zu viel von der Förderung wegfressen. Nach Kostenanalysen von Experten eignen sich Bank- und Fondssparpläne am ehesten. Sicherheitsfans und Älteren empfehlen sie die besonders kostengünstigen Banksparpläne. Jüngeren Menschen, die Aktien mögen, raten viele zu Fondssparplänen.

Jeder sollte sich in Ruhe mit den Riestertypen Bank-, Fondssparplan, Rentenversicherung und Bausparvertrag befassen. Zwar kann man seinen Vertrag wechseln. Aber - will man nicht die Förderung zurückzahlen - bindet man sich an die Riester-Rente für den Rest seines Lebens. Denn im Alter bekommt man sein Kapital großteils als Ratenzahlung heraus, ein Teil des Kapitals fließt in eine Rentenversicherung.

Wem das zu viel Einschränkung bedeutet, der kann auch ganz einfach sparen, frei und privat - auf einem Konto, vielleicht mit Bonus bei der Bank oder in einem Depot bei einer günstigen Direktbank. Nur tun sollte jeder etwas für das Alter - und damit zugleich der ersten Enttäuschung des Jahres vorbeugen.

Kommentare (1)

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polly

05.01.2010, 19:25 Uhr

Gerade für junge Leute ist es wichtig sich abzusichern: eine Möglichkeit dabei ist das Riestern. Für fast jeden lohnt sich das heutzutage. Mehr infos zu dem Thema findet man unter www.riestermeister.de. Dort gibt es auch einen Podcast, der in anschaulichen Filmen die verschiedenen Möglichkeiten des Riesterns erklärt!

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