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25.01.2011

11:17 Uhr

Bulle & Bär

Trägheit kann das Depot nicht retten

VonAnke Rezmer

Die Deutschen, bekannt als Sorgen-Weltmeister, fürchten um ihr Erspartes fürs Alter. Konkret etwas in ihrer privaten Altersvorsorge verändern wollen die meisten der Sorgengeplagten aber nicht. Was denn nun?

Bulle und Bär vor der Börse in Frankfurt. Quelle: ap

Bulle und Bär vor der Börse in Frankfurt.

FrankfurtDie Deutschen, bekannt als Sorgen-Weltmeister, fürchten um ihr Erspartes fürs Alter. Angesichts der enormen Verschuldung vieler europäischer Staaten und der Diskussionen um die Rettung der Staatengemeinschaft ist dies nicht vom Tisch zu wischen. Doch was die Grübelnden nach Aussage einer Umfrage des Deutschen Institutes für Altersvorsorge aus diesem unguten Gefühl machen oder eben nicht machen, stimmt erst recht sorgenvoll.

Die meisten Erwachsenen fürchten um die Stabilität des Euros wegen der teils überbordenden Verschuldung der Euro-Länder. So rechnen sie damit, dass Deutschland andere EU-Länder noch stärker unterstützen muss und dass die Geldentwertung massiv wird, wenn die Staatsschulden wieder abgebaut werden.

Konkret etwas in ihrer privaten Altersvorsorge verändern wollen die meisten der Sorgengeplagten aber laut DIA nicht. Was denn nun? Sind diese Menschen vor Angst erstarrt, können also in ihren Depots und Versicherungsverträgen nicht aufräumen? Oder lähmt die Trägheit stärker, als das schlechte Gefühl antreibt? Und dies, obwohl fast zwei Drittel meinen, noch nicht genug fürs Alter vorgesorgt zu haben.

Immerhin denkt ein knappes Fünftel der Deutschen darüber nach, ihr Spargeld fürs Alter in Anlagen mit Schutz gegen Inflation, also Sachwerte wie Immobilien oder Gold umzuschichten. Es gibt also doch Deutsche, die ihr Magengrummeln mit Aktivität bekämpfen. Notwendig scheint es im Übrigen zu sein: Einer anderen Umfrage zufolge gelangt das mit Abstand meiste neu angelegte Geld derzeit in Tages-, Festgeld oder aufs Sparbuch - Anlagen ohne jeden Schutz gegen Geldentwertung.

Fazit: Sich sorgen reicht nicht: Wer Inflation erwartet, sollte sein Depot stärker auf Sachwerte trimmen - vor Geldentwertung schützen auch die oft verschmähten Aktien.

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