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25.01.2006

07:00 Uhr

Bulle & Bär

Wertvolles Wachstum ist entscheidend

VonGertrud Hussla

Für Wertinvestoren waren die vergangenen drei Jahre ein echter Triumph. Aktienfonds, die ihren Schwerpunkt auf verborgene Perlen zum Schnäppchenpreis gelegt hatten, schnitten besser ab als Fonds, die „Wachstum“ auf ihre Fahnen geschrieben haben.

DÜSSELDORF. Denn typische Wachstumswerte wie etwa Technologieaktien sind nach dem Crash vor fünf Jahren immer billiger geworden und haben kaum Rendite erbracht. Eine Nokia-Aktie etwa wurde Ende 1999 zum Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 119 gehandelt, jetzt liegt es nur noch bei rund 17.

Doch mit der zweiten Jahreshälfte 2005 scheint sich das Blatt wieder zugunsten der Wachstumsstrategen gewendet zu haben. Laut Ratingagentur Morningstar haben Wachstumswertefonds in den vergangenen sechs Monaten eine Rendite von durchschnittlich 11,5 Prozent erzielt, wertorientierte Fonds haben nur zehn Prozent geschafft. Ab Anfang 2003 gerechnet liegen die Wertfonds dagegen noch deutlich vorne, mit einem Plus von 57 Prozent gegenüber durchschnittlich 44,5 Prozent bei den Wachstumsfonds.

Zeit, die Pferde zu wechseln und wieder auf Wachstum zu setzen? Mit Sicherheit genügt der traditionelle Blick auf Dividende und Aktienrückkäufe nicht mehr. „Das liefert inzwischen jeder“, sagt der erfolgreiche Fondsmanager Frank Lingohr, der einen konsequenten Wertansatz verfolgt. Die Sparmaßnahmen der vergangenen Jahre haben fast allen Konzernen zu hohen Kassenbeständen verholfen. Anlagestrategen fragen inzwischen wieder nach den Zukunftsaussichten. Wertschaffendes Wachstum durch Investitionen müsse wieder in den Vordergrund treten, verlangt etwa die WestLB.

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