Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.08.2012

14:53 Uhr

Bundesanleihen

Deutschland verdient an seinen Schulden

Deutschland profitiert in der Schuldenkrise von seinem Status als sicherer Hafen. Um in den Besitz von Staatsanleihen zu gelangen, zahlten Investoren eine Prämie - und spülten 3,77 Milliarden Euro in die Staatskassen.

Deutschland verdient noch mehr Geld beim Schuldenmachen. dpa

Deutschland verdient noch mehr Geld beim Schuldenmachen.

BerlinDeutschland hat beim Schuldenmachen erneut eine Prämie von seinen Geldgebern kassiert. Die Auktion von Bundesschatzanweisungen mit sechsmonatiger Laufzeit spülte 3,77 Milliarden Euro in die Staatskassen, teilte die mit dem Schuldenmanagement des Bundes betraute Finanzagentur am Montag mit. Die Investoren nahmen dafür eine Rendite von durchschnittlich minus 0,0499 Prozent in Kauf, um in den Besitz der als ausfallsicher geltenden Papiere zu kommen. Im Juli lag sie bei minus 0,0344 Prozent. Die Auktion war 1,3-fach überzeichnet, vor einem Monat übertraf die Nachfrage das angebotene Volumen um das 1,7-Fache.


Deutschland profitiert in der Schuldenkrise von seinem Status als sicherer Hafen. Die Kreditwürdigkeit wird von den drei großen Ratingagenturen mit der Bestnote AAA bewertet. Anleger sind deshalb bereit, auf Rendite zu verzichten oder sogar eine Prämie zu zahlen, um ihr Geld sicher parken zu können.

 

Von

rtr

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

investmentlegende

13.08.2012, 13:08 Uhr

Kein Wunder dass mit Finanzaktien kein Staat mehr zu machen ist.
Bsp.: Allianz ATH von 440 oder DBK von 118,50 oder Coba 47,50...and so on.Reich wurden nur die Shorter auf lange Sicht.

Account gelöscht!

13.08.2012, 15:13 Uhr

da müssen wir aber noch viel verdienen um die schulden los zu werden..

Europaeer

13.08.2012, 16:41 Uhr

Warum sollen wir die Schulden loswerden, wenn wir keine Zinsen dafür bezahlen müssen?

Sobald eine Anleihe ausläuft, wird Geld aufgenommen, ohne Zinsen dafür bezahlen zu müssen und das Geld wird an die Inhaber alter Anleihen ausgezahlt. Die 2 Billionen, die jetzt als Schulden in unseren Büchern stehen, stehen als Guthaben in irgendwelchen anderen Büchern.

Und da können die von mir aus stehenbleiben bis zum Tag des jüngsten Gerichts. Solange keine neuen, zusätzlichen Schulden zu hohen Zinsen aufgenommen werden müssen, stören die doch nicht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×