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26.08.2013

11:07 Uhr

Bundesanleihen

Wenn Sechsprozenter nichts mehr taugen

VonGertrud Hussla

Vielen Anlegern freuen sich noch über alte Bundesanleihen im Depot, die bis zu sechs Prozent Zinsen bringen. Doch vom Nominalzins sollten sich Sparer nicht blenden lassen. Wer sie bis zum Schluss behält, zahlt drauf.

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Hatten Sie auch immer geglaubt, das Beste, was Sie im Depot haben, sind die schönen alten Bundesanleihen aus Anno dazumal, als das Zinsniveau noch viel höher lag? Mit sechs Prozent Nominalzins, glänzen sie teilweise. Aber auch 4,75 Prozent sind ja heute nicht schlecht. Jahr für Jahr kommt da eine ansehnliche Zinszahlung und außerdem sind die Papiere noch grandios im Kurs gestiegen.  Die bleiben natürlich schön drin im Portfolio, oder? Falsch gedacht!

Oft wurden die Anleihen Anfang des Jahrtausends gekauft oder gar in den 90er-Jahren. Vorausgesetzt, das Kaufdatum war vor 2009, dann sollten Sparer die alten Hochprozenter so rasch wie möglich aus dem Depot werfen.

Die Steuer macht hier einen Strich durch die Rechnung. Die Kursgewinne sind bei solchen Anleihen noch steuerfrei. Die Kursgewinne gehen aber gegen null, je näher die Anleihe an das Fälligkeitsdatum rückt. Auf den Zinsen jedoch, die bis dahin noch fließen, lastet die Abgeltungsteuer.

 Beispiel: Die 30-jährige Bundesanleihe, fällig im Juni 2016, ein Sechsprozenter (WKN113446). Nach ihrer Emission 1986 wurde sie zeitweise weit unter Kurs gehandelt, weil Ende der 80er- und Anfang der 90er-Jahre die allgemeinen Zinsen sehr hoch lagen. Danach ist das Zinsniveau ständig gesunken, die Anleihe ist im Wert stark gestiegen. Noch immer liegt der Kurs wegen der attraktiven Zinsen um knapp 16 Prozent über dem Nominalwert. Aber er geht langsam nach unten. Im Juni 2016 bekommen Anleger ja nur noch den Nennwert zurück.

Die Ratings der Euro-Länder

Belgien

S&P Rating: AA
Ausblick: Negativ
Moody's Rating: Aa3
Ausblick: Negativ
Fitch Rating: AA
Ausblick: Stabil

Deutschland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Estland

S&P Rating: AA-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A1
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Finnland

S&P Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Frankreich

S&P Rating: AA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aa1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Griechenland

S&P Rating: B-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Caa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: B
Ausblick: Stabil

Irland

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Italien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Baa2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Luxemburg

S&P Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Malta

S&P Rating: BBB+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A3
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Niederlande

S&P Rating: AA+
Ausblick: Negativ

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Negativ

Österreich

S&P Rating: AA+
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Aaa
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: AAA
Ausblick: Stabil

Portugal

S&P Rating: BB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba2
Ausblick: Positiv

Fitch Rating: BB+
Ausblick: Negativ

Slowakei

S&P Rating: A
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: A2
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: A+
Ausblick: Stabil

Slowenien

S&P Rating: A-
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Ba1
Ausblick: Negativ

Fitch Rating: BBB+
Ausblick: Negativ

Spanien

S&P Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Moody's Rating: Baa3
Ausblick: Stabil

Fitch Rating: BBB
Ausblick: Stabil

Zypern

S&P Rating: B
Ausblick: Positiv

Moody's Rating: Caa3

Ausblick: Negativ

Fitch Rating: B-

Ausblick: Stabil

Hat ein Anleger nun Papiere im Nominalwert von 10.000 Euro und behält die Anleihe, bekommt er bis Laufzeitende im Juni 2016 noch drei mal 600 Euro Zins, also 1.800 Euro. Doch nach 28 Prozent Abgeltungsteuer kommen beim Anleger nur rund 1.300 Euro an.

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

26.08.2013, 11:55 Uhr

Guter Artikel! Die Steuer vergisst man allzu oft.

Account gelöscht!

26.08.2013, 12:30 Uhr

Anders sieht es jedoch aus, wenn man a) sich im Rahmen seiner Freibeträge bewegt oder/und b) sich unterhalb des Eingangssteuersatzes befindet. In der Regel sind das Kinder und Rentner. Da würde ich dann schon moch einmal nachrechnen...

lichtenberg

26.08.2013, 12:48 Uhr

Pardon,

Ihr Artikel ist -Grober Unsinn.

Wenn Sie davon ausgehen, daß zukünftig eine Gemeinschaft
ein Luxusleben der Zinsempfänger erarbeiten soll, liegen
Sie wohl falsch.

Auch denke ich ist es im Besten Sinne, daß angesparte Vermögen
teilweise zur Auflösung bereit stehen sollten.

Man spart ja nicht um damit ins Niwana einzuziehen, sondern um
es irgendwann mal einzusetzen.
Sparen um des Sparen willens ist doch Quatsch und ziellos.
Wenn sparen nur Idiologie beinhaltet, kommt man zu solchen
Artikel wie die Ihrigen.

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