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11.01.2010

11:26 Uhr

Bundesbank-Analyse

Deutlich mehr „falsche Fuffziger“ im Umlauf

Die Zahl gefälschter Banknoten ist in Deutschland 2009 um fast 30 Prozent gestiegen. Allerdings sank die Schadenssumme dennoch. Besonders beliebt sind bei den Fälschern 50- und 20-Euro-Scheine.

Gefälschter 50-Euro-Schein: Bei Fälschern ist die Note sehr beliebt. dpa

Gefälschter 50-Euro-Schein: Bei Fälschern ist die Note sehr beliebt.

HB FRANKFURT. In Deutschland ist 2009 mehr Falschgeld unterwegs gewesen als im Vorjahr - aber der dadurch entstandene Schaden ist auf den tiefsten Stand seit der Euroeinführung gesunken. Die Zahl der Fälschungen stieg laut Bundesbank um 28 Prozent. Besonders häufig gelangten "falsche Fuffziger" in den Geldverkehr, auch der Anteil falscher 20-Euro-Noten sei weiter hoch. Gleichwohl: Die Schadenssumme aufgrund von Blüten lag bei nur noch 3,1 Millionen Euro nach 3,5 Millionen im Vorjahr.

"Deutschland liegt mit rund sechs Fälschungen auf 10.000 Einwohner pro Jahr nach wie vor weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums", sagte der Leiter des Bundesbank-Bargeldbereichs, Helmut Rittgen. Im zweiten Halbjahr 2009 kam der "falsche Fuffziger" mit Abstand am häufigsten vor - 13.841 Mal wurden 50-Euro-Scheine aus dem Verkehr gezogen.

Weiterhin hoch ist auch der Anteil der falschen 20-Euro-Noten. Stark rückläufig entwickelte sich aber die Anzahl der Fälschungen bei 100- und 200-Euro-Scheinen. 2004 hatte die Bundesbank insgesamt einen Spitzenwert von 80.000 gefälschten Euro-Noten registriert.

Verdächtige Scheine mit echten vergleichen

Die Fälschungen lassen sich laut Bundesbank zweifelsfrei erkennen. Zu den wichtigsten Sicherheitsmerkmalen zählen demnach Hologrammelemente, Wasserzeichen und der erhabene Teil des Druckbilds. Empfehlenswert sei es, bei der Prüfung einer verdächtigen Banknote eine echte zum Vergleich heranzuziehen, die zum Beispiel aus einem Geldautomaten stamme.

Die Zahl der gefälschten Münzen ging im vergangenen Jahr nach Angaben der Bundesbank leicht zurück. Rund 78.500 falsche Münzen wurden demnach festgestellt. Gefälscht werden nur die drei Münzen mit dem höchsten Wert. Im zweiten Halbjahr 2009 tauchte die mit Abstand am häufigsten gefälschte Zwei-Euro-Münze rund 37.000 Mal auf. Falsche Münzen fallen demnach durch ein verwaschenes Erscheinungsbild auf, außerdem sind sie meist gar nicht oder sehr stark magnetisch.

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