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30.05.2012

11:22 Uhr

Chartgespräch

„Aktien werden noch billiger“

VonUlf Sommer

Anleger, die investieren wollen, sollen lieber noch warten, sagt Uwe Zimmer von der Meridio Vermögensverwaltung. Sollte der Dax unter 6200 Punkte fallen, gibt es noch gehöriges Abwärtspotenzial.

Solide Firmenanleihen, viel Bares und eine niedrige Aktienquote machen Depots wetterfest. dpa

Solide Firmenanleihen, viel Bares und eine niedrige Aktienquote machen Depots wetterfest.

DüsseldorfBelastungen für die Aktienmärkte gibt es zuhauf: Die drohende Pleite Griechenlands, der mögliche Dominoeffekt für Spanien oder Italien und die Wahl in Frankreich. Der neue Präsident François Hollande favorisiert Konjunkturprogramme auf Pump. "Charttechnische Marken, Unterstützungen und Widerstände spielen in solch politisch geprägten Wochen wie jetzt vorübergehend eine untergeordnete Rolle", sagt Uwe Zimmer von der Meridio Vermögensverwaltung in Köln. Er kombiniert beide Techniken - die Fundamental- und Chartanalyse.

Für Zimmer sind die vielen fundamentalen Belastungen keinesfalls unerwartet vom Himmel gefallen. Schließlich waren die Wahltermine in Griechenland und Frankreich bekannt und das politische Hickhack bei der Regierungsbildung in Athen und die daraus resultierende Staatskrise durchaus zu erwarten. "Ich freue mich über unsere richtige Positionierung in den letzten Wochen", sagt er.

Schon im vergangenen Handelsblatt-Chartgespräch zu Jahresanfang ("Die Risiken sind viel zu groß") war er großer Skeptiker angesichts der ungelösten Schuldenkrise in Europa. "Als der Dax dann vor einigen Wochen zu fallen begann und unter 7000 Punkte rutschte, haben wir unsere Aktienquote noch weiter verringert."

Chartgespräch: „Die Risiken sind viel zu groß“

Chartgespräch

„Die Risiken sind viel zu groß“

Der Dax steigt und steigt, aber die Gefahren sind nicht aus der Welt. Uwe Zimmer von der Vermögensverwaltung Meridio empfiehlt Anlegern trotz der momentanen Situation die Defensive.

Der Vermögensverwalter räumt gerne ein, beim vorangegangenen Anstieg, der den Dax von 5500 im November auf 7200 Punkte im März führte, nicht voll in Aktien investiert gewesen zu sein. "Aber auch jetzt sind wir bei weitem nicht voll dabei." Er hat angesichts der schon lange schwelenden Schuldenkrise die Depots seiner Kunden frühzeitig wetterfest gemacht. Das erreichte er durch solide Firmenanleihen, durch viel Bares und mit einer niedrigen Aktienquote. Selbst in den guten Zeiten lag sie nur bei 30 bis 35 Prozent - "jetzt sind es noch weniger", versichert Zimmer.

Kommentare (4)

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Klugscheisser

30.05.2012, 11:53 Uhr

Wer ist Herr Zimmer und wer ist die Odol-Vermögensverwaltung. Jeder hat mal einen Schuß frei!

S_Mannstein

30.05.2012, 11:59 Uhr

Ahh ein neuer möchtegern Guru ;-)))

Account gelöscht!

30.05.2012, 16:55 Uhr

Vielleicht sollte HB den Meridio-Sachverstand zunächst anhand von A0MY9B prüfen, bevor hier die Binsenweisheiten eines Herrn Zimmer (Dax bei 6200 ... oder drüber? ... oder drunter?) unkritisch propagiert werden.

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