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17.01.2011

22:00 Uhr

Chartgespräch

„Der Dax läuft in Richtung 8 000 Punkte“

VonUlf Sommer

Seit 13 Wochen endet jede Woche mit einem höheren Dax-Kurs als die vorangegangene. Im Chartgespräch erklärt der freie Analyst Stefan Salomon, warum jetzt zunächst eine Verschnaufpause kommt, bevor sich der Dax zu neuen Höhen aufmacht. Skeptisch macht ihn allerdings der anhaltende Optimismus in der Zunft der Chartanalysten.

Anzeige-Tafel in der Frankfurter Börse: Der Dax läuft in diesem Jahr in Richtung 8000 Punkte, prognostiziert der freie Analyst Stefan Salomon. Reuters

Anzeige-Tafel in der Frankfurter Börse: Der Dax läuft in diesem Jahr in Richtung 8000 Punkte, prognostiziert der freie Analyst Stefan Salomon.

DÜSSELDORF. Geht es nach Warren Buffett, dann ist der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, nur weil sie steigt. Der Börsenprofi meint damit, Anleger sollten gut gelaufenen Kursen nicht hinterher rennen. Vielmehr sollen sie Aktien dann kaufen, wenn sie keiner will und die Kurse am Boden liegen.

Die Zunft der Charttechniker handelt entgegengesetzt. Sie kauft Aktien, wenn die Kurse steigen und verkauft sie, wenn sie fallen. Mit beiden Methoden lässt sich Geld verdienen. Buffett und Co sind davon überzeugt, dass miserable Phasen wie 2009 der ideale Kaufzeitpunkt sind, weil sich die Zeiten irgendwann wieder bessern. Technische Analysten hängen sich dagegen an den jeweiligen Trend. Sie steigen ein, wenn die Börse nach oben strebt, so wie 2010. Sie steigen aus, wenn sie fällt, so wie 2008.

Erst einmal ist Geduld gefragt

Wer dieser Philosophie folgt, interpretiert das gegenwärtige Auf und Ab an den Börsen als Chance, um auf den längst angefahrenen Börsenzug noch aufzuspringen. "Nach der starken Rally ist nun eine Verschnaufpause überfällig", sagt Stefan Salomon. 13 Wochen-Höchstkurse in Folge (jede Woche endet höher als die vorangegangene) sind für den erfahrenen freien Charttechniker eine Rarität. Üblicherweise folgt solch einer Phase zumindest eine mehrwöchige Pause - so wie wir sie jetzt nach Meinung des Experten erleben werden.

Auf dem weiteren Weg nach oben wittert der Berliner Analyst einen ausgeprägten Widerstandsbereich zwischen 7 190 und 7 250 Punkten, den Höchstkursen vom Herbst 2008. Damals bäumte sich der Dax inmitten der Finanz- und nach Ausbruch der Wirtschaftskrise auf, ehe es dann steil abwärts ging.

Kommentare (1)

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BlackSwan

18.01.2011, 00:31 Uhr

ich weiß nicht wie man auf 13 in Folge ansteigender Wochen beim Dax kommt, wenn tatsächlich seit Oktober mindestens 4 Wochen mit einem Minus abgeschlossen haben.

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