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05.03.2012

15:13 Uhr

Chartgespräch

„Die Korrektur kommt einfach nicht“

VonUlf Sommer

Der Börsenaufschwung wird sich fortsetzen, sagt der freie Charttechniker Stefan Salomon. Viele Marktteilnehmer warteten auf schwächere Kurse - und verhinderten so die größere Korrektur.

Die Korrektur des Börsenbarometers lässt auf sich warten. Reuters

Die Korrektur des Börsenbarometers lässt auf sich warten.

DüsseldorfEr läuft und läuft und läuft. Gut 1000 Punkte hat der Dax in sieben Wochen gewonnen. In der Euphorie ist fast untergegangen, dass unser Börsenbarometer seit Mitte Februar praktisch nichts mehr hinzugewinnen konnte. Der Dax schwankt nur noch auf und ab.

Zweifellos, das ist ein kleines Zeichen von Schwäche. Aber: „Die Korrektur, die jeder seit Wochen erwartet, kommt einfach nicht - und das ist wiederum ein ganz großes Zeichen von Stärke“, sagt Stefan Salomon. Der freie Charttechniker hält es für angemessen, dass Anleger nach 40 Prozent Zugewinn seit dem vergangenen Herbst geradezu sehnsüchtig einen Kursrückgang erwarten - damit der Dax endlich Luft für neue Hochs holt und neue Chancen zum Einstieg für die Zu-spät-Gekommenen bietet.

Doch dass große Rücksetzer bisher ausblieben, ist für Salomon ein Indiz dafür, dass viele Marktteilnehmer immer noch nicht gekauft haben - obwohl sie es gerne wollen. Sie warten auf schwächere Kurse. Aber indem viele Anleger bereits jeden kleinsten Kursrückgang zum Einstieg oder Zukauf nutzen, verhindern sie eine größere und eigentlich erwünschte Korrektur.

Analysten-Prognose für 2012 (Jahresendstand)

Baader Bank

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

Quelle: Handelsblatt-Kapitalmarkt-Umfrage vom 29.12.2011

Bank Julius Bär

Dax: 6.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,46 $

Bank Sarasin

Dax: 6.800; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

Bankhaus Lampe

Dax: 7.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,38 $

Bayerische Landesbank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,45 $

Berenberg Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,2%; Euro/Dollar: 1,40 $

Bethmann Bank

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,25%; Euro/Dollar: 1,35 $

BHF-Bank

Dax: 6.350; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

BNP Paribas

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,40 $

Citi

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,5%; Euro/Dollar: 1,26 $

Commerzbank

Dax: 6.400; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

DekaBank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,40 $

Deutsche Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,35 $

DZ Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,40 $

Ellwanger & Geiger

Dax: 6.200; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,85%; Euro/Dollar: 1,23 $

Fürst Fugger Privatbank

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,65%; Euro/Dollar: 1,22 $

Haspa

Dax: 6.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 3,0%; Euro/Dollar: 1,30 $

Hauck & Aufhäuser

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,35 $

Helaba

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,45 $

HSBC Trinkaus

Dax: 5.700; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,6%; Euro/Dollar: 1,44 $

JP Morgan

Dax: 6.850; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,0%; Euro/Dollar: 1,38 $

LBBW

Dax: 7.500 (vorher: 6.500); Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,30 $

M.M.WArburg & Co.

Dax: 6.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

National Bank

Dax: 7.000; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,30 $

Natixis

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,2%; Euro/Dollar: 1,35 $

Nomura

Dax: 7.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: k.A.; Euro/Dollar: 1,25 $

NordLB

Dax: 6.100; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,25 $

Postbank

Dax: 7.250; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

Royal Bank of Scotland

Dax: 7.380; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 1,6%; Euro/Dollar: 1,37 $

Santander Cons. Bank

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,8%; Euro/Dollar: 1,35 $

Société Générale

Dax: 5.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,1%; Euro/Dollar: 1,30 $

Syz & Co.

Dax: 6.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,5%; Euro/Dollar: 1,25 $

UBS

Dax: 6.300; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,4%; Euro/Dollar: 1,25 $

VP Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,35%; Euro/Dollar: 1,30 $

West LB

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,7%; Euro/Dollar: 1,40 $

WGZ-Bank

Dax: 6.600; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,3%; Euro/Dollar: 1,30 $

„Immer mehr Bankhäuser werden ihre Dax-Jahresprognosen anheben und damit die Stimmung weiter verbessern“, sagt Salomon. Schon jetzt sind die Prognosen überholt. Zum Jahreswechsel taxierten 36 vom Handelsblatt befragte Banken den Dax in einem Jahr bei durchschnittlich 6573 Punkten. Doch nach dem fulminanten Jahresstart hat die DZ-Bank ihre Prognose für die Jahresmitte von 6250 auf 6500 Punkte erhöht. Die Landesbank Baden-Württemberg rechnet für Ende 2012 mit 7500 Punkten - 1000 mehr als noch vor sechs Wochen. Die Helaba hob ihre Vorhersage von 7000 auf 7500 Zähler an.

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

05.03.2012, 15:25 Uhr

Der Super-Charttechniker Stefan Salomon weissagt einen Börsenaufschwung. Aber die dummen Marktteilnehmer wollen nicht so, und verhindern den Aufschwung.

Liebes HB, noch blöder geht"s nicht.

Account gelöscht!

05.03.2012, 15:45 Uhr

Zumal noch vor ca. 2 bis 3 Wochen hier im HB ein Bericht mehrerer "Charttechniker" dargestellt wurde, in welchem sich alle CT einig waren, dass die Korrektur kommt. Ich frag mich wirlich wer so doof ist und diesen Typen auch noch Geld bezahlt.

Gast

05.03.2012, 15:47 Uhr

So langsam entsteht das Gefühl dass es sich beim Handelsblatt eher um den Börsenbrief eines zweitklassigen Charttechnikers handelt als um ein ernst zu nehmendes Wirtschaftsmagazin.

Diese "Marktschreierei" welche darauf hinzielt den guten Sparer und Bürger zu verleiten sein hart verdientes Geld in Aktien zu stecken um, mal wieder, die Zeche für fragwürdige Politik und Zockerbanken zu zahlen, kann doch nicht wirklich objektiv sein.

In der aktuellen Situation gibt es haufenweise Analysten welche vor Aktienkäufen warnen, diese werden aber wohl im Handelsblatt nicht zu Wort kommen.

Ich finde es sehr schade dass eine Tageszeitung mit solch grossem Namen sich in punkto objektiver Berichterstattung mittlerweile in Richtung einer "Bild-Zeitung" orientiert...

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