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24.10.2011

20:37 Uhr

Chartgespräch

Euro Stoxx 50 trotz Negativimage interessant

VonUlf Sommer

Der wichtigste Börsenindex Europas, der Euro Stoxx 50, hat in den vergangenen Wochen nicht mehr an Wert verloren. Laut Finanzexperte Lutz Mathes helfen saisonale Gründe und die Politik derzeit dem Index.

Der Euro in der Klemme: Kaum ein Investor möchte sich mit vielen Aktien aus der Euro-Zone schmücken. dpa

Der Euro in der Klemme: Kaum ein Investor möchte sich mit vielen Aktien aus der Euro-Zone schmücken.

DüsseldorfOb im zweijährigen Aufschwung bis zum Sommer oder während der Talfahrt im August und September - ein Index war immer dabei, wenn es um das Negativprädikat "Underperformer" ging: der Euro Stoxx 50.

Der wichtigste Börsenindex Europas enthält die 50 größten Unternehmen und Finanzinstitute der Euro-Zone. Der Grund für die miserable Entwicklung liegt auf der Hand: Angesichts der Schuldenkrise möchte sich kaum ein Investor mit vielen Aktien aus der Euro-Zone schmücken - zumal der Index auch noch bankenlastig ist.

Je länger solch ein Negativimage jedoch währt, desto interessanter wird solch ein Index für Anleger, die gern gegen einen herrschenden Trend handeln - also Aktien dann kaufen, wenn die Stimmung mies ist und sie verkaufen, wenn die Mehrheit euphorisch ist. Denn irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem Aktienkurse selbst bei neuerlichen Hiobsbotschaften nicht mehr fallen - einfach deshalb, weil sich die Mehrzahl der Anleger bereits verabschiedet hat und die Verbliebenen sich an die schlechten Nachrichten gewöhnt haben.

Offenbar ist es beim Euro Stoxx 50 längst so weit. Denn inmitten der drohenden Pleite Griechenlands und der Ansteckungsgefahr in vielen anderen Ländern hat der Index in den vergangenen Wochen nicht mehr an Wert verloren. Im Gegenteil: Nach zwei kräftigen Rücksetzern im September mit einem Niveau von knapp unter 2000 Punkten ging es anschließend aufwärts. "Mit dem Sprung über die Marke von 2160 Zählern ist die untere Trendwende vollendet", sagt Lutz Mathes, Chef des renommierten Chartbüros Hans-Dieter Schulz in Darmstadt.

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