Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.09.2012

16:33 Uhr

Chartgespräch Goldpreis

Erst Korrektur, dann neues Allzeithoch

VonUlf Sommer

Gold ist derzeit gefragt bei Investoren. Zuletzt ist der Preis deutlich gestiegen. Aber wie geht es weiter mit dem Edelmetall? Die Charttechnik liefert eine schlechte und eine gute Nachricht für Goldanleger.

Rasanter Preisanstieg: Gold überwindet alle Widerstände. dpa

Rasanter Preisanstieg: Gold überwindet alle Widerstände.

DüsseldorfJahrelang hatte Gold davon profitiert, dass Anleger sich um die Geldentwertung sorgten. Sie setzten auf das nicht vermehrbare Edelmetall als Schutz vor drohender Inflation und als Sicherheit gegen einen möglichen Zerfall der Euro-Zone und des Euros.

Von weniger als 800 Dollar vor Beginn der Finanz- und Schuldenkrise stieg Gold bis auf 1920 Dollar im vergangenen Jahr. Doch ausgerechnet als die Schuldenkrise die Aktienmärkte besonders stark unter Druck setzte, verlor Gold scheinbar diesen Nimbus. Der Preis fiel um 250 Dollar je Feinunze - das sind 31,1 Gramm.

Mögliche Erklärung: Mit dem rasanten Preisanstieg hatte Gold immer mehr hochspekulative Anleger angezogen, die Gold nicht als Fluchtwährung, sondern als kurzfristige Spekulation sehen, aus der sie sofort wieder aussteigen, sobald andere Anlagen mehr Gewinn versprechen. Dazu zählen in diesem Jahr zweifellos Aktien. Dem Dax winkt nach einem 25-prozentigen Anstieg seit Januar eines der besten Jahre in der Geschichte.

Charttechniker interessieren sich zwar für solche Erklärungsversuche, ziehen daraus aber keine Rückschlüsse. Prognosen leiten sie aus den Kursgrafiken ab - und hier verläuft für Gold die Entwicklung derzeit „mustergültig“, wie Gregor Bauer, Vorsitzender der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands (VTAD), hervorhebt.

Die Goldreserven der Staaten

USA

Goldschatz: 8.133,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

Stand: Januar 2014

Deutschland

Goldschatz: 3.387,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Goldschatz: 2.814 Tonnen

Italien

Goldschatz: 2.451,8 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

Frankreich

Goldschatz: 2.435,4 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

China

Goldschatz: 1.054,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

Schweiz

Goldschatz: 1.040,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

Russland

Goldschatz: 1.015,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

Japan

Goldschatz: 765,2 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

Niederlande

Goldschatz: 612,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

Indien

Goldschatz: 557,7 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

Türkei

Goldschatz: 506,3 Tonnen

Europäische Zentralbank (EZB)

Goldschatz: 502,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

Mustergültig in dem Sinne, als dass Gold nach seiner monatelangen Bodenbildung, in der die Kurse zwischen 1550 und 1630 Dollar je Feinunze schwankten, nach oben ausgebrochen ist. Das hatte sich zuvor angedeutet, weil im Laufe dieser Bodenbildung die zwischenzeitlichen Tiefs stets über den vorangegangenen lagen. Das heißt, die Kaufbereitschaft stieg an. Sobald die Hürde bei 1630 Dollar, an der Gold mehrfach gescheitert war, nach oben einmal durchbrochen war, schoss der Preis innerhalb eines Monats um mehr als 150 Dollar weiter nach oben.

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

24.09.2012, 19:23 Uhr

Die Dummheit und Ignoranz der Politik wird dafür sorgen dass wir PReise beim Gold wie auch Silber sehen werden, von denen manch einer jetzt nicht mal träumt. Euro und Dollar sind dem Tode geweiht, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Account gelöscht!

24.09.2012, 20:07 Uhr

Die eigentliche Frage ist, wann ist es Zeit auszusteigen.Mit Gold kann man nur verdienen, wenn der Preis steigt. Dauerhaft kann der Goldpreis nicht schneller als die Inflation steigen. Also wann ist es Zeit auszusteigen. Gibt es noch einen Gipfel, haben wir schon den Höchstkurs gesehen?
Niemand weiß es, nur dass das Spiel erneut riskanter geworden ist. Wie riskant ist es aber schon? Also ich habe keine Goldanlagen und schlafe sehr gut.

Account gelöscht!

24.09.2012, 20:26 Uhr

"Euro und Dollar sind dem Tode geweiht"
nicht unbedingt.
finanzielle Repression für 10-20 Jahre, und das Problem ist 'gelöst'

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×