Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.09.2012

15:58 Uhr

Charttechnik

Die Goldrally ist noch lange nicht zu Ende

VonUlf Sommer

Der Goldpreis ist in diesem Jahr nicht so kräftig gestiegen wie im Jahr zuvor. Investoren sollten sich aber nicht täuschen, sagen Experten. Das Edelmetall habe noch großes Potenzial. Gerade in den kommenden Monaten.

Gold in Barren zu verschiedenen Größen vom Edelmetallunternehmen Heraeus. dpa

Gold in Barren zu verschiedenen Größen vom Edelmetallunternehmen Heraeus.

DüsseldorfMonatelang mochten sich Anleger beim Goldpreis für keine Richtung entscheiden. Egal, ob gerade die Schuldenkrise die Aktienmärkte lähmte oder ob anderntags die Zuversicht in die Konjunktur überwog, stets tendierte der Goldpreis nur seitwärts, bewegte sich also in einer engen Spanne. Seine jahrelange Ankerfunktion als Fluchtwährung für schwierige Zeiten schien das Edelmetall verloren zu haben.

Doch als sich immer mehr Marktteilnehmer mit diesem neuen Trend abzufinden schienen, schoss der Goldpreis nach oben. Seit Anfang August gewann die Feinunze (31,1 Gramm) 75 Dollar hinzu. Mit aktuell rund 1.660 Dollar kostet Gold so viel wie seit vier Monaten nicht mehr. Bis zum Allzeithoch aus dem vergangenen Jahr sind es noch 15 Prozent.

Die Goldreserven der Staaten

USA

Goldschatz: 8.133,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 75,7 Prozent

Stand: Januar 2014

Deutschland

Goldschatz: 3.387,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,8 Prozent

Internationaler Währungsfonds (IWF)

Goldschatz: 2.814 Tonnen

Italien

Goldschatz: 2.451,8 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 72,1 Prozent

Frankreich

Goldschatz: 2.435,4 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 70,5 Prozent

China

Goldschatz: 1.054,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 1,7 Prozent

Schweiz

Goldschatz: 1.040,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 10,6 Prozent

Russland

Goldschatz: 1.015,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,5 Prozent

Japan

Goldschatz: 765,2 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 3,2 Prozent

Niederlande

Goldschatz: 612,5 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 59,7 Prozent

Indien

Goldschatz: 557,7 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 9,9 Prozent

Türkei

Goldschatz: 506,3 Tonnen

Europäische Zentralbank (EZB)

Goldschatz: 502,1 Tonnen, Anteil an den Währungsreserven: 32,9 Prozent

"Nach dem Sprung über den Widerstand von 1.630 Dollar gab es ein starkes Kaufsignal", sagt Georg Rankers von der gleichnamigen Vermögensverwaltung in Flörsheim am Main. Der Finanzstratege hat sich auf die Beratung von Familienunternehmen, Freiberuflern und Profisportlern spezialisiert.

200-Tage-Linie stützt

Die Marke von 1.630 Dollar hatte der Goldpreis in den vergangenen Monaten mehrfach getestet, aber nicht überwinden können. Dadurch wurde der Widerstand für jedermann sichtbar immer größer - Anleger hielten sich zurück. Auffällig war zu diesem Zeitpunkt aber bereits, dass jeder zwischenzeitliche Rücksetzer über dem vorangegangenen endete - zweifellos eine gute Voraussetzung für die spätere Rally.

"Solange der Goldpreis nicht wieder unter seine 200-Tage-Linie fällt, gibt es Luft bis zum alten Jahreshoch bei knapp 1.800 Dollar", blickt Rankers optimistisch nach vorn. Die 200-Tage-Linie ergibt sich aus dem Handelsdurchschnitt der vergangenen 200 Handelstage. Kurse darüber werden von vielen Anlegern als Kaufsignal interpretiert. Dadurch kommt es zu den steigenden Kursen.

Sentix Marktradar: Es herrscht Goldgräberstimmung

Sentix Marktradar

Es herrscht Goldgräberstimmung

Gold ist so teuer wie seit Monaten nicht mehr. Experten sagen, die Rally sei noch längst nicht zu Ende. Denn die Anleger wollen zwar Gold besitzen - haben aber noch nicht gekauft. Zwei Promi-Investoren geben den Trend vor.

Aktuell notiert diese Kurslinie bei 1.625 Dollar - also ganz in der Nähe des alten Widerstands. Er mutierte nach klassischer Chartlehre zu einer Unterstützung, sobald die Kurse darüber gesprungen waren. Beide Marken zusammen ergeben nun einen starken Halt an schwächeren Handelstagen.

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

03.09.2012, 16:13 Uhr

Welche Rally? Ich sehe nur die aufgeblähten Geldmengen der Zentralbanken... Dann vergleicht man bitte mal die Gewinne des Goldes. Oh, fällt euch was auf? Ja welch Wunder. Je mehr ungedecktes Papiergeld da draußen gedruckt wird, desto höher steigt der Goldpreis. Welch Wunder...

Gold hat weder eine Rally, noch eine Blase. Wartet mal ab, was da noch kommen wird. Wenn ihr mal von zwei oder drei Unzen ein Haus kaufen könnt, dann könnt ihr von einer Blase sprechen.

Account gelöscht!

03.09.2012, 17:35 Uhr

Mich interessiert der Goldpreis auf USD-Basis überhaupt nicht. Als Euro-Local ist für mich einzig und alleine die Domestic-Notierung Maßstab - zumindest solange, wie ich mich (noch) dort aufhalte. Denn in Singapore z.B. würde mich nur das Verhältnis zum SGD interessieren !

G4G

03.09.2012, 17:39 Uhr

@danke_dir

Genau so ist es :-)
Das wollen uns die Dumpfbacken jedoch jede Woche neu erklären.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×