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24.01.2005

07:00 Uhr

Chemiegruppe geht an die Börse – wie die Konkurrenz

Großer Tag für Lanxess

VonAndreas Bohne (Handelsblatt)

Die Chemiegruppe geht an die Börse – wie die Konkurrenz.

DÜSSELDORF. Skeptiker haben vom ersten Tag Zweifel angemeldet, ob die Welt wirklich auf die Aktie der von Bayer abgespaltenen Chemiegruppe Lanxess gewartet hat. Egal. Ab Montag nächster Woche ist das Papier im Handel. Schon gibt es erste Analystenratings: Am Freitag kam die Hamburger Sparkasse mit einer "Halten"-Empfehlung.

Fundamental ist das durchaus zu rechtfertigen: Bei Lanxess ist die Chemie künftig Kerngeschäft. Das Management will mit kaufmännischer Fantasie und knallharter Kostendisziplin in einem harten Markt reüssieren - fast jeden Tag tauchen in der Chemie chinesische Billig-Konkurrenten auf, von denen vorher noch nie jemand gehört hat.

Doch Lanxess hat Rückenwind durch eine Branchenkonjunktur, die nach vier sehr mageren Jahren jetzt fulminant anzieht. In den ersten zwei Jahren wird der neue Konzern geschäftlich eher überdurchschnittliche Chancen haben. Die Risiken der Aktie liegen eher woanders.

Lanxess erlebt dabei einen unechten IPO: Obwohl die Aktie an der Börse Premiere hat und Lanxess als Aktiengesellschaft eigentlich erst seit ein paar Wochen existiert, sind alle Anteile von vorne herein in Aktionärshänden. Die Aktie wurde im Verhältnis zehn zu eins von der Bayer-Aktie abgespalten. Da Bayer traditionell in Streubesitz ist, gilt das zunächst auch für Lanxess.

Dennoch müsste es vom Börsenstart weg ein fröhliches Handeln geben: Die Dax-Wert Bayer liegt in zahllosen Indexfonds. Die abgespaltene Lanxess ist kein Dax-Wert, wird also aus diesen Fonds eher früher als später herausfliegen.

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