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14.08.2015

14:16 Uhr

Chinas Aktienmarkt

Peking will weniger stark in Handel eingreifen

China lässt die Zügel am Aktienmarkt locker: Die Regierung in Peking will offenbar weniger stark in den Handel eingreifen. Die Börsenaufsicht behält sich ein Einschreiten aber weiter vor.

In China waren die Aktienkurse in den zwölf Monaten bis Juni um etwa 150 Prozent gestiegen, nur um dann wieder drastisch einzubrechen. Reuters

Absturz am Markt

In China waren die Aktienkurse in den zwölf Monaten bis Juni um etwa 150 Prozent gestiegen, nur um dann wieder drastisch einzubrechen.

ShanghaiChina will die Zügel am Aktienmarkt wieder länger lassen. Die Marktkräfte sollten künftig eine größere Rolle spielen, teilte die Börsenaufsicht CSRC am Freitag mit. Das ist das erste Anzeichen dafür, dass die Regierung in Peking weniger stark in den Handel eingreifen könnte. Dennoch behalte sich die Aufsicht ein Einschreiten vor, um die Stabilität zu sichern und systemische Risiken zu vermeiden, hieß es weiter.

Die staatliche Einrichtung, die angesichts der jüngsten Kursverluste Aktien gekauft und so einen noch stärkeren Absturz verhindert hatte, werde auch in den kommenden Jahren ihre stabilisierende Rolle spielen.

Die Verlierer der Weltwirtschaft

Großbritannien

2014: 2,435 ; 2030: 3,586 ; 2050: 5,744 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Zwar wird Großbritannien auch 2030 noch im Ranking der Top-Volkswirtschaften mit Platz zehn in der Top Ten sein. Doch 2050 sieht das anders aus: Rang elf.

Italien

2014: 2,066 ; 2030: 2,591 ; 2050: 3,617 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Italien wird in 35 Jahren auf Rang 18 zurückfallen. Die Prognose zeigt deutlich, dass Europa im weltweiten Vergleich weiter an wirtschaftlichem Gewicht verliert.

Frankreich

2014: 2,587; 2030: 3,418; 2050: 5,207 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Frankreich kommt schafft es bereits 2030 auf Rang elf und rutscht bis 2050 auf Platz 13.

Russland

2014: 3,559 ; 2030: 4,854 ; 2050: 7,575 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Russland wird bis 2050 auf Platz acht verdrängt.

Deutschland

2014: 3,621 ; 2030: 4,590 ; 2050: 6,338 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Drei europäische Staaten gehören derzeit zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt: Deutschland, Frankreich und Großbritannien. 2050 wird nur noch die Bundesrepublik in den Top Ten der wirtschaftlich leistungsfähigsten Staaten vertreten sein. Deutschland wird bereits 2030 auf Rang acht zurückfallen.

Japan

2014: 4,788 ; 2030: 6,006 ; 2050: 7,914 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Während Japan auch 2030 den vierten Platz verteidigt, wird das Land bis 2050 drei Ränge abrutschen und auf Rang sieben landen.

USA

2014: 17,416 ; 2030: 25,451 ; 2050: 41,384 (BIP in Milliarden US-Dollar, gewichtet nach Kaufkraftparität in Dollar)

Auch wenn die USA 2020 den zweiten Platz noch verteidigen können, werden sie 2050 von Indien auf Platz drei verdrängt. Dann wird drittstärkste Volkswirtschaft USA fast zweieinhalbmal so groß sein wie Indonesien (2050: Rang vier).

In China waren die Aktienkurse in den zwölf Monaten bis Juni um etwa 150 Prozent gestiegen, nur um dann wieder drastisch einzubrechen. Die Börsenaufsicht untersagte daraufhin Börsengänge, schritt gegen Leerverkäufe ein und stoppte den Handel mit manchen Aktien. Die CSRC ließ offen, ob nun diese Schritte wieder rückgängig gemacht werden sollen.

Von

rtr

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