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27.05.2013

14:03 Uhr

Chinas Zentralbank PBOC

Händler rätseln über Yuan-Aufwertung

Ändert die People's Bank of China (PBOC) ihre Währungspolitik – oder steckt nur politisches Kalkül dahinter? Seit Wochen steigt der Kurs des Yuan, doch die Händler trauen dem Braten nicht so recht.

Ein Blick auf die Zentrale der People's Bank of China (PBOC) in Peking. Händler fragen sich nach den Hintergründen für die neuen Entwicklungen beim Yuan. dpa

Ein Blick auf die Zentrale der People's Bank of China (PBOC) in Peking. Händler fragen sich nach den Hintergründen für die neuen Entwicklungen beim Yuan.

PekingFast könnte man meinen, China würde auch währungspolitisch zur Großmacht werden. Denn seit Wochen steigt der Kurs des Yuan. Erst am Montag schraubte die Zentralbank des Landes - die People's Bank of China (PBOC) - zum siebten Mal in diesem Monat den Yuan-Mittelkurs nach oben - auf ein bisher nicht erreichtes Niveau. Ein Dollar fiel entsprechend auf 6,1252 Yuan.

Im Devisenhandel darf der von den Banken gestellte Kurs aber nur maximal ein Prozent dieses Niveaus über- oder unterschreiten. Denn anders als Dollar, Euro oder Yen ist der Yuan nicht frei handelbar. Und genau darum drehen sich nun die Spekulationen der Händler in Shanghai. Ändert die PBOC ihre Währungspolitik? Oder steckt nur politisches Kalkül hinter der Kursentwicklung?

Für letzteres spricht laut Börsianern die Reisepolitik von Chinas neuem starken Mann. Denn Präsident Xi Jinping wird vom 7. bis 8. Juni von US-Präsident Barack Obama im kalifornischen Rancho Mirage erwartet. Chinas Außenministerium spricht vom Beginn einer „neuen historischen Periode“. Denn gerade in den USA wird China regelmäßig vorgeworfen, sich im Welthandel durch den künstlich niedrig gehaltenen Yuan-Kurs Vorteile zu verschaffen. Mit dem Rekordlauf wolle die Regierung in Peking diesen Kritikern etwas Wind aus den Segeln nehmen, vermuten einige Analysten.

Doch könnte die Yuan-Aufwertung laut Händlern auch mit einem Umdenken in der chinesischen Führung zu tun haben. Denn der billige Yuan, der den Export anschiebt, hat seine Schattenseiten. So sind die Preise für Importe hoch - vor allem für die von China so heiß begehrten Rohstoffe. Dies heizt die Inflation an und senkt damit den Spielraum der Notenbank, über die Zinspolitik der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft einen ungestörten Aufschwung zu sichern. Und der ist zuletzt etwas ins Stocken geraten.

Kommentare (1)

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27.05.2013, 15:07 Uhr

So ist das also: Zitat aus dem Artikel:"Doch könnte die Yuan-Aufwertung laut Händlern auch mit einem Umdenken in der chinesischen Führung zu tun haben. Denn der billige Yuan, der den Export anschiebt, hat seine Schattenseiten. So sind die Preise für Importe hoch - vor allem für die von China so heiß begehrten Rohstoffe. Dies heizt die Inflation an und senkt damit den Spielraum der Notenbank, über die Zinspolitik der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft einen ungestörten Aufschwung zu sichern."
Immerhin schreibe ich seit Jahren hier in den Kommentaren die Zitate von Prof. Ludwig Erhard: " Noch nie ist ein Volk durch Währungs-Abwertung reicher geworden!" und
"Inflation ist Betrug am Bürger!"
Vielleicht kommt die Wahrheit in absehbarer Zeit doch noch ans Tageslicht.
Galileo Galilei Zitat:
"Wer die Wahrheit nicht kennt, der ist nur ein Dummkopf.
Wer die Wahrheit kennt und sie Lüge nennt, ist ein Verbrecher!" (Hoffentlich werden diese Polit-Medien-Verbrecher eines Tages ebenso der gerechten Strafe zugeführt, wie viele Bürger wegen kleinster Vergehen z.B. im Strassenverkehr.)

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