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08.07.2011

14:45 Uhr

Chinesische Supermarktkette

Sun Art startet an Hongkongs Börse durch

Der chinesische Supermarktbetreiber Sun Art Retail hat dem schleppenden IPO-Markt in Asien einen Lichtblick beschert. Zuletzt hatten vor allem ausländische Unternehmen Mühe auf ihrem Sprung auf das Parkett.

Börse in Hongkong. Quelle: ap

Börse in Hongkong.

HongkongDer chinesische Supermarktbetreiber Sun Art Retail Group hat dem schleppenden IPO-Markt in Asien einen Lichtblick beschert. Mit seinem bevorstehenden Börsengang stieß der chinesische Supermarktbetreiber Sun Art Retail Group in Hongkong auf großes Interesse bei Anlegern. Wie der zu Thomson Reuters gehörende Informationsdienst IFR berichtete, setzte das Unternehmen den Preis für seine Aktien mit 7,20 Hongkong-Dollar am oberen Ende der Preisspanne fest. Insgesamt nimmt der größte Betreiber von Mega-Einkaufsmärkten in China 1,1 Milliarden Dollar ein und ist damit erst die zweite Firma nach dem Casino-Betreiber MGM, die in Hongkong dieses Jahr die Marke von einer Milliarde Dollar knackt. Zuletzt hatten vor allem ausländische Unternehmen Mühe bei ihrem Sprung auf das Parkett. Die Sun-Art-Aktien sollen erstmals am 15. Juli gehandelt werden.

Investoren schätzten die Konsumnachfrage in China hoch ein, so kommentierte Analyst Olive Xia von Core Pacific Yamaichi International den Erfolg von Sun Art. Experten hatten zuletzt betont, dass eine klare, strategische Ausrichtung des Geschäftsmodells auf Asien Voraussetzung für einen Börsenerfolg ist. 50 Prozent der Erlöse aus seiner Emission will Sun Art denn auch in Neueröffnungen in China einsetzen. 20 Prozent sollen in die Modernisierung von bestehenden Läden fließen. Mit den restlichen 30 Prozent will der Konzern - ein Gemeinschaftsunternehmen der taiwanischen Firma Ruentex Group und dem französischen Einzelhändler Auchan - zum Abbau von Schulden nutzen.

Nicht ganz so rosig sah es zuletzt für das italienische Modehaus Prada und den weltgrößten Kofferhersteller Samsonite aus. Prada wurde nur verhalten begrüßt, Samsonite-Aktien stürzten am ersten Handelstag ab. Einige Firmen warten deshalb ab und verschieben ihre Börsengänge. So im vergangenen Monat die China Everbright Bank und am Freitag auch der Baukonzern China Communications Construction. Das staatlich kontrollierte Unternehmen wollte bei seinem Börsengang in Shanghai eigentlich bis zu drei Milliarden Dollar einsammeln. Ein Datum für einen neuen Versuch nannte eine Unternehmenssprecherin nicht.

Von

rtr

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